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  • DE-55116 Mainz, DE-55131 Mainz
  • 08/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-296194)

Erweiterung Gymnasium Mainz-Oberstadt


  • Anerkennung

    Modellfoto, © STUDIOSF Simon Fischer & Architekten GmbH

    Architekten
    STUDIO SF Simon Fischer & Architekten GmbH, Mannheim (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Simon Fischer

    Mitarbeit
    Andra Blanz

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: FAERBER ARCHITEKTEN, Mainz (DE)
    Landschaftsarchitekten: faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Den Bestand identitätsstiftend ergänzen
    Der Bestand des Gymnasiums Mainz Oberstadt weist weder eine klare Orientierung noch identitätsstiftende Baukörper oder Außenbereiche auf. Trotz ihrer wertigen Gestaltung ist die Hoffläche ungegliedert, zudem ist sie zwischen den Bestandsgebäuden sehr gerichtet und beengt.
    Das Konzept des Erweiterungsbaus stellt einen zentralen, zweigeschossigen Schulboulevard als identitätsstiftendes und verbindendes Element in den Mittelpunkt. Hier befindet sich die neue Mitte der Schule, von hier aus sind alle Nutzungen auf kurzem Wege zu erreichen. Die neuen Unterrichtsflächen fügen sich beidseitig an diese zentrale Achse an.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überzeugt durch die städtebauliche Komponente einer zentralen Erschließung in Form einer überdachten 2-geschossigen Verbindung zwischen dem bestehenden B2 und den Neu- bzw. Erweiterungsgebäuden im Norden. Unter diesem Dach sind der Mehrzweckraum und die Pausenhalle wunschgemäß untergebracht. Vorteilhaft und gut gelöst sind in den beiden, an die zentrale Erschließungsachse angeschlossenen Baukörpern im Erdgeschoss die Räume der Naturwissenschaften und der Musik und deren zugehörige Sammlungsräume. Die Lage und Gestaltung der vertikalen Erschließungen der oberen Geschosse entsprechen nicht dem Nutzungsumfang und einer optisch wünschenswerten Wahrnehmung.

    Die Gliederung des gesamten Raumprogramms in Form von 3 Baukörpern entspricht der städtebaulichen Struktur der bisherigen Bestandsgebäude aus Sicht der Hechtsheimer Straße und fügt sich ansprechend in das bauliche Umfeld ein. Die verbleibenden Frei- und Pausenflächen lassen sich den jeweiligen Baukörpern zuordnen, was zu einer erschwerten Pausenaufsicht im Schulalltag führen wird. Vorteilhaft ist die fensterlose Anordnung der Unterrichtsräume in Richtung Hechtsheimer Straße in Bezug auf den störenden Verkehrslärm.

    Angenehm und vorteilhaft für die Kommunikation der Schüler/innen und Lehrkräfte sind die Flurbreiten in den neuen Gebäuden, die allerdings im Sinne der Wirtschaftlichkeit die in den Schulbaurichtlinien geforderten Vorgaben nicht erfüllen und damit die förderrechtliche Genehmigungsfähigkeit in Frage stellen könnten.