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  • ein 2. Preis Wettbewerbsbereich 2 – Baufeld A2

    Rendering, © Molestina Architekten GmbH

    Architekten
    Molestina Architekten GmbH, Köln (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Juan Pablo Molestina

    Mitarbeit
    Laura Garcia Blanco, Hairuo Wang

    Erläuterungstext
    Städtebau

    Das Gebäude liegt an einem markanten Platz in der südwestlichen Ecke des neuen Gebietes. In der Nähe, außerhalb der Bauflächen, befindet sich ein kleiner Bach in einem schönen, landschaftlich geprägten Umfeld. Das Gebäude mit seiner signalhaften Kubatur ist von weitem von dieser Seite aus sichtbar. Auf der anderen Seite schließt der Bau eine wichtige Sichtachse ab.

    Nach Norden schließen sich andere Bauten an, die mit 3+-Staffelgeschossen geplant sind. Wir greifen die gefühlte Viergeschossigkeit dieser Nachbarbauten auf und erlauben uns einen Hochpunkt an der nördlichen Kante zu setzen, um die lange und große Baumasse in drei eher vertikale Körper zu unterteilen.

    Die beiden nach Osten (Eingangsseite) vortretenden Baukörper beinhalten den Eingang zu den zwei Treppenhäusern. Der mittlere Baukörper tritt von der Eingangsseite demensprechend in der Erscheinung zurück.

    Der Zugang zu der TG wird auf die Nordseite des Baukörpers gelegt. Es befinden sich 27 Plätze in der Tiefgarage.

    Zweite Phase:

    Es sind 27 Wohnungen geplant: 5 Wohnungen mit ca. 100 m2, 19 mit ca. 85 m2 sowie 3 Wohnungen mit ca. 60 m2. Davon sind 24 Wohnungen zweiseitig belichtet, entweder als durchgesteckte Wohnungen oder als Übereckwohnungen. Im Erdgeschoss sind Wohnräume so angeordnet, dass keine Terrassen zur öffentlichen Straße notwendig sind. So kann der Bereich zwischen Straße und Gebäude begrünt werden.

    Die auskragenden Balkone wurden durch Loggien ersetzt. Die Loggien kragen geringfügig vor den Vorderkanten der Fassaden aus, um die Plastizität der Baukörper zu betonen, und den Bewohnern die Möglichkeit des weiteren Austrittes anzubieten.

    Im Erdgeschoss befinden sich jetzt, auf kürzestem Wege zu den Eingängen, zwei Müllräume und zwei Fahrradräume.

    Freianlagen

    Das Baufeld wird geprägt durch den neuen Stadtplatz. Hier findet das öffentliche Leben statt. Hier wird kommuniziert und gespielt.
    Eine langgestreckte Sitzbank sowie der mehrstämmige Tulpenbaum prägen den Stadtplatz in der dritten Dimension und schaffen mit seinem Habitus den Übergang in die freie Landschaft.
    Die erdgeschossigen Flächen im Umfeld des Neubaus werden intensiv begrünt und mit Hecken gegenüber den anschließenden Räumen abgegrenzt.
    Auf der Straßenseite sind diese Vorbereiche keine privaten Terrassen, sondern Pflanzflächen. Die Hauseingänge erhalten größere befestigte Freibereiche mit Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, die Müllräume sind im Erdgeschoß separat neben den Eingängen angeordnet. Alle Dächer werden extensiv begrünt.
    Das gesamte Niederschlagswasser wird auf dem privaten Grundstück über ein Mulden- Rigolensystem versickert.

    Konstruktion

    Es ist eine Massivbauweise vorgesehen, mit tragendem Mauerwerk als Wandkonstruktion. Zur Aussteifung werden einige Wände teilweise in Beton ausgeführt.

    Die Außenfassade besteht aus Backstein mit hellen und dunklen Anteilen. In kleinen Teilbereichen (z. B. an der Westfassade) werden die Backsteine als Gittermauerwerk ausgeführt, wo der Lichteinfall nach innen gewünscht ist aber keine Einsehbarkeit.

    Die Fenster bestehen in der Regel aus großen Festverglasungen mit kleineren, zu öffnenden Paneelen aus Holz. In der Innenseite ist am nach außen liegenden Fenster eine große Fensterbank in den Raum geplant. Da die festen Fenster anteilig relativ preisgünstig sind, ist die Gesamtkonstruktion kostenmäßig optimiert und erlaubt ein sehr helles Inneres.

    Das Gebäude nimmt seine Position im Städtebau auf und entwickelt eine große Präsenz an dieser Stelle mit prägnanter Aussagekraft.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 04.10.2018, 14:26
Zuletzt aktualisiert 08.10.2018, 18:09
Beitrags-ID 4-163434
Seitenaufrufe 156