loading
  • AT-8600 Bruck an der Mur
  • 10/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-9024)

HBLF - Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft


  • Anerkennung

    ansicht & schnitt

    Architekten
    architektei mey gmbh, Frankfurt am Main (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    mitarbeiter: peter ritter annette breuer schady zahran julia nestor, sonderfachleute: mark werle ingenieurbüro fischer+werle, frankfurt modellbau: anselm baumann

    Erläuterungstext
    städtebauliche aspekte:

    das hauptgebäude der bundeslehranstalt soll durch einen neubau ergänzt und das internat erweitert werden. der neubau soll zudem als verbindungsbauwerk zwischen altbau und internat dienen.
    thematisch sollte sich die ausführung des neubaus als holzbau an den lehrinhalten der schule orientieren.

    baukünstlerische aspekte:

    der flache, rechteckige baukörper des neubaus bildet zusammen mit dem organisch ausgeformten internat und dem herrschaftlichen altbau ein spannungsvolles ensemble.
    das äußere erscheinungsbild des neubaus wird durch eine „schwebende lärchenholzbox“ über einem verglasten erdgeschoss bestimmt:
    alle raumbegrenzenden aussenflächen des obergeschosses sollen, mit ausnahme des glasdaches, in lärchenholz ausgeführt werden. die gebäudehülle des obergeschosses wird von einer vorgehängten hinterlüfteten rombus-lärchenschalung überspannt. in zusammenhang mit aluminium-lamellenstores wird der notwendige sommerliche wärmeschutz, bei gleichzeitiger durchlässigkeit für die tiefstehende wintersonne, gewährleistet.
    lärchenholz findet sich auch als untersicht der decken über eg und auf dem dach als fünfter ansicht von altbau und internat und komplettiert so die „holzbox“.

    der baukörper wird über den vorgelagerten campus von südwesten erschlossen. das gebäude erschließt sich beim betreten: sonnenlicht fällt durch das verglaste dach in den zweigeschossigen luftraum der aula. angrenzend der turnsaal und die galerien des obergeschosses mit den klassenräumen.

    die lebendigkeit der aus- und durchblicke in den turnsaal, auf campus und innenhof, sowie durch fassade und glasdach zum altbau der schule bietet klare orientierung und bildet identifikation.

    funktionale aspekte:

    zwischen altbau und internat befindet sich der neue campus und eingang der schule.
    der baukörper gliedert sich in ein obergeschoß mit klassen- und verwaltungsräumen sowie ein erdgeschoss mit der zentral gelegenen sporthalle die ebenerdig als erweiterung der aula hinzugeschaltet werden kann.
    aus dem erdgeschoß gelangt man auf kurzen wegen zu den sportanlagen im norden und über die brücke zum pausenbereich im nordosten. die umkleiden des turnsaals können auch vom sportplatz aus genutzt werden. die aula liegt zentral zwischen altbau und internat. durch den luftraum neben der rampe und den tiefhof gelingt es im keller gelegene lehrwerkstaätten natürlich zu belichten.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    der ortogonal an das historische bestandsgebäude gestellte 2-geschoßige baukörper formuliert einen großzügigen vorbereich der unter dem quasi aufgeständerten klassengeschoß über das foyer logisch bis in den turnsaal seine fortsetzung findet.
    die klare städtebauliche haltung: niedriger, dafür tiefer grundriß im in sich geschlossenen rechteck, erzeugt eine \"one-volume-situation\".