loading
  • DE-72072 Tübingen, DE-72072 Tübingen
  • 11/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-303051)

Erweiterung der beruflichen Schulen in Tübingen


  • ein 4. Preis

    © schleicher.ragaller freie architekten bda

    Architekten
    schleicher.ragaller freie architekten bda, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Michael Ragaller , Domenik Schleicher

    Mitarbeit
    Talip Ekizoglu, Fabian Singler, Maximilian Scheffel, Christian Landenberger

    Preisgeld
    25.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die U-förmige Anlage des Neubaus mit 1-geschossiger Überbauung der Garage und den Kopfbauten Ost und West stellt die Verbindung von der Primus-Truber-Straße zum Grünzug der Steinlach her, dies wird grundsätzlich positiv gesehen.

    Allerdings nimmt der Westkopf an der Primus-Truber-Straße keinen Bezug zu städtebaulichen Gegebenheiten, er ragt zu weit in den Straßenraum und bedrängt diesen, auch wird die Inszenierung der U-förmigen Anlage mit dem mittig liegenden Kraftwerk kritisch gesehen, die im Innenhof situierten Freiräume sind durch die Beschattung im Jahresverlauf nur eingeschränkt nutzbar und durch ihre introvertierte Lage wird keine gemeinschaftliche Freiraumqualität für den gesamten Campus erreicht.

    Die Cafeteria / Mensa als Auftakt am Zugangsbereich von der Primus-Truber-Straße und die Lage der Bibliothek am Grünzug sind grundsätzlich richtig situiert, die Lufträume als Verbindung in das Obergeschoss sichern deren räumliche Qualität.

    Die Ost-West-Verbindung wird in der Eingangsebene mit einer langen Promenade erkauft, die einzig durch Verbindungstreppen in die Unterrichtsebene belebt wird. Die Lage der vertikalen Erschließung passt nicht zur baulichen Struktur des Obergeschosses.

    Die Unterrichtsebene im Obergeschoss erlaubt lediglich die Verbindung nebeneinander liegender Klassenräume, durch den 3-Bund wird die Kommunikation und Flexibilität stark eingeschränkt, insgesamt genügt die Anordnung der Unterrichtsbereiche nicht den Anforderungen aus dem pädagogischen Konzept. Die Lage der Shed-Verglasungen wird kritisch gesehen.

    Hinsichtlich der energetischen Anforderungen wurden die Begrifflichkeiten aus dem Auslobungstext überwiegend aufgenommen. Eine zur Beurteilung notwendige Vertiefung hat nicht stattgefunden.

    Die Nettoraumfläche liegt ca. 1000 m2 über Soll, die Programmflächen im Unterrichtsbereich ca. 10% unter Raumprogramm – die baulichen Kennzahlen liegen im oberen Bereich, was eine schlechte Wirtschaftlichkeit erwarten lässt.

    Der an und für sich gute Versuch einer baulichen Ost-West-Verbindung führt letztlich nicht zu einer brauchbaren schulischen Struktur.