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  • DE-61169 Friedberg (Hessen), DE-60323 Frankfurt am Main
  • 11/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-303713)

Neubau für den Fachbereich Informatik und Mathematik der Goethe-Universität Frankfurt am Main


  • Anerkennung


    Architekten
    HASCHER JEHLE Architektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Rainer Hascher

    Mitarbeit
    Aixin Xuan, Felix Stephan Römer

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen eine phasenweise Entwicklung des Baufelds in einer westlichen und östlichen Hälfte mit kompakten, jeweils in der Flucht der Riedbergallee gesetzten Baukörpern vor.

    Damit gelingt zunächst sowohl der räumliche Abschluss zum Riedbergplatz als auch zum
    Universitätsgelände. In der ersten Realisierungsphase gilt dies jedoch nur zum Universitätsplatz, der Riedbergplatz bleibt an der Südseite vorläufig ungefasst.

    Der zu Otto-Stern-Zentrum orientierte Haupteingang des viergeschossigen Neubaus berücksichtigt die Nutzerströme sowohl von der U-Bahn-Haltestelle Riedberg als auch vom zentralen Campusbereich. Mit der großzügigen Öffnung im Erdgeschoss zu Lehr- und Seminarräumen sowie der Lernwerkstatt gelingt gleichzeitig ein prägnanter Auftakt der universitären Nutzung.

    Die vorgeschlagene Fassadengestaltung unterstützt das mit einer zweigeschossigen
    Fassadengliederung, die in ihrer Proportion und Gestaltung kontrovers diskutiert wird.
    Die von West nach Ost organisierte Eingangshalle eröffnet ein schlüssiges Erschließungssystem um ein Atrium und einen Innenhof, die unterschiedliche räumliche Qualitäten bieten: innere Kommunikationszone im Norden, begrünter, offener Hof im Süden.

    Die Öffnung zum östlich angrenzenden Baufeld bleibt angesichts des ungewissen
    Realisierungszeitpunkts einer zweiten Bauphase fraglich.

    Im Erdgeschoss und in einem die Topographie nutzenden Untergeschoss sind die
    publikumsintensiven Seminar- und Übungsräume grundsätzlich richtig angeordnet.
    Belichtungssituation und insbesondere die Leistungsfähigkeit einzelner Flure im Untergeschoss sind zu überprüfen.
    Insgesamt ist die Zonierung der einzelnen Nutzungen auch in den Obergeschossen gelungen, das Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt. Vereinzelt zu geringe Raumgrößen und fehlende abgeschlossen Besprechungsbereiche.

    Der Wettbewerbsbeitrag liegt bezogen auf den vorgegebenen Kostenrahmen in der vergleichenden
    Kostenbetrachtung im Bereich der Vorgabe aus dem „0-Projekt“. Der Bruttorauminhalt (BRI) liegt im Vergleich über dem Wert des „0-Projekts“.

    Die Arbeit erfüllt die Anforderungen der Richtlinie energieeffizientes Bauen und Sanieren des Landes Hessen zur Übererfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen zur Energieeffizienz.

    Das vorgeschlagene Energieversorgungskonzept lässt eine angemessene Relation von
    Investitionskosten für Haustechnik zu Energieeinsparpotential erkennen.

    Das energetische Konzept orientiert sich konzeptionell am Grundsatz LowTech = LowCost.
    Aufgrund des sehr hohe Fensterflächenanteils ist zu erwarten, dass zumindest in den Räumen an derSüdfassade des Gebäudes ein erhöhter Kühlbedarf entsteht der technisch gedeckt werden muss.
    Die vorgeschlagene PV-Anlage wird positiv bewertet.