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  • DE-85049 Ingolstadt
  • 12/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-307253)

Neubau von Kammerspielen und Theaterwerkstätten in Ingolstadt


  • 1. Preis

    Icon, © Blauraum Architekten, Hamburg, Adler + Olesch Landschaftsarchitekten GmbH, Nürnberg

    Landschaftsarchitekten
    ADLER & OLESCH Landschaftsarchitekten GmbH und Stadtplaner, Nürnberg (DE), München (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Ben Warnecke

    Mitarbeit
    Patric Peters

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: blauraum, Hamburg (DE), Berlin (DE)

    Preisgeld
    62.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf besticht durch sein selbstbewusstes Auftreten. Seine Polygonalität greift die vorhandene Terrassenstrukturdes Hämer-Bausauf. Es entsteht ein echter eingefasster Theatervorplatz bis zum Herzogskasten. Die Anhebung auf ein Tableau interpretiert den stadttopographischen Gedanken von Altstadt und Hämer-Bau neu und sehr überzeugend. Die Stadtsilhouette wird aufgegriffen und gespiegelt.
    Der Durchgang zwischen den Baukörpern Kammerspiele und Stadttheater ist spannungsvoll gestaltet und interpretiert das Thema Enge und Weite auf angenehme Weise. Der Theatervorplatz ist groß,urban und bleibt städtischer Freiraum,der weitergeführt wird bis zum richtig gesetztenDonaubalkon. Die Schutterstraße bleibt, die Oberflächenstruktur verschwindet und wird zum shared space.
    Durch die teilweise Parallelität der Donau-Kaserne wird das Altstadt-Motiv im Osten der Kammerspiele aufgewertet, während die westliche Fassade die polygonale Kantenstruktur von Hämer aufnimmt. Die Donaukaserne wird als historisches Denkmal respektiert. Aus Sicht der Denkmalpflege wird jedoch die Nähe zur Kaserne kritisch hinterfragt.
    Die horizontale Ausrichtung der Geländestruktur korrespondiert ebenfalls mit der Stadtsilhouette und dem Hämer-Bau. Der „Aufstieg“ zum Theater und danach die Bewegung nach unten in den Theaterraum hat die Anmutung eines großen Stadt-Foyers. Es gibt eine lange Sichtbeziehung in die Altstadt hinein und umgekehrt in den neuen Theaterbau.
    Die Materialqualität ist hochwertig und das Foyer hat eine hohe Aufenthaltsqualität. Der Nucleus Theaterraum ist multifunktional bespielbar. Die raumakustischen Herausforderungen sind sehr gut zu realisieren. Das Verhältnis von Theaterbau und Funktionsbau ist positiv zu bewerten.
    Der Anbau der Werkstätten ist optimal für den Betriebsablauf, die Funktionalität der Werkstätten ist positiv zu sehen. Durch die unterschiedliche Staffelung der Werkstätten wird der architektonische Grundgedanke des Hämer-Baus sehr überzeugend weiterformuliert.
    Die Anlieferung zum Festsaal ist vorstellbar und umzusetzen.
    Es ist davon auszugehen,dass die Platanen an der Südseite in vollem Umfang erhalten bleiben können. Gegebenenfalls muss das Bauvolumen an der Südseite zugunsten der Erweiterung im Osten reduziert werden.