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  • DE-28195 Bremen
  • 01/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-327497)

Freiraumgestaltung im neuen Hulsberg-Viertel in Bremen


  • 3. Preis

    Birkenstangen, © Lohaus+Carl

    Landschaftsarchitekten
    Lohaus · Carl · Köhlmos PartGmbB Landschaftsarchitekten · Stadtplaner, Hannover (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit übersetzt die städtebauliche Grundstruktur von Ost-West-Achse, grüner Mitte und grünen Fingern in einen verständlichen Freiraumentwurf.

    Als besonderes Element, die Ost-West-Achse unterstützend, wird ein Band aus Birken vorgeschlagen. Ergänzt wird das Band durch Stangen, Spielelemente und ein schwebendes Bord als Abgrenzung zur nördlichen Bewegungsfläche. Das Birkenband verspricht eine besondere atmosphärische Qualität und ermöglicht zeitgleich durch die Integration von unkonventionellen Spielelementen eine vielfältige Nutzung. Die Verwendung der Birke wird als charaktervolle Idee interpretiert und anerkannt, allerdings im Hinblick auf die allergenen Eigenschaften kritisch diskutiert.

    Die grüne Mitte wird als große Wiese bewusst offen gelassen und bietet damit Potenzial für eine vielfältige Bewegung und Bespielung.

    Abgeschlossen wird die grüne Mitte durch den klar formulierten Hulsbergplatz an der Pathologie. Der Platz wird durch ein Wasserspiel akzentuiert und bietet eine nachvollziehbare Aufenthaltsqualität. Nördlich der grünen Mitte wird ein Platz vor dem Eltern-Kind-Zentrum ausgeprägt. Die Gestaltungsqualität wird hier nicht deutlich. Das gewünschte Gegenüber der beiden Plätze und die damit verbundene Sichtbeziehung wird nicht eingelöst.

    Die östlichen und westlichen Entreés werden sehr zurückhaltend gestaltet. Hier wären eine deutlichere Betonung und eine Ausbildung einer Schwelle zum umgebenden Straßenraum in Verbindung mit einem besonderen Angebot wünschenswert gewesen. Die Gestaltungsschwächen tragen zudem nicht zur Adressbildung des neuen Hulsberg-Viertels bei. Das südwestliche Entreé als grüner Zugang hingegen ist zunächst nachvollziehbar. Die ungewöhnliche Idee des Hochsitzes bietet für Jugendlich gegebenenfalls ein inspirierendes Angebot. Gleichwohl wird kein Bezug zwischen Quartier und Umgebung angeboten.

    Die grünen Finger werden durch tiefer gelegte Rasenparterres charakterisiert. Im südwestlichen Bereich wird hier das Thema der essbaren Stadt und des Spielens verfolgt. Die weiteren Spangen lassen Aussagen zur Nutzungsidee vermissen. Insgesamt sind die ausgewiesenen Spielplätze sehr knapp bemessen.

    aAbschließend würdigt die Jury den Beitrag als durchaus angemessenen Entwurf, der jedoch Fragen offen lässt.