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  • DE-92224 Amberg
  • 01/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-314343)

„Leben an der Vils“ in Amberg


  • 2. Preis

    Blick aus der Unterführung über den neuen Uferpark Kräuterwiese mit Vils-Promenade und Sportarena, © GRIEGERHARZER

    Landschaftsarchitekten
    GRIEGER HARZER, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Stefan Grieger , Norman Harzer

    Mitarbeit
    Katharina Wittchen, Nina Dvorak, Rosa Weise, Christian Marrero Jerez

    Preisgeld
    20.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Aussagen zur Altstadt sind wenig konkret. Lösungsansätze zur Umsetzung der Barrierefreiheit (Martinssteg, Stadtbrille) fehlen. Auch die Vorschläge für das Landesgartenschaugelände verbleiben weitgehend unverbindlich.
    Das Gestaltungskonzept für die Kräuterwiese zeugt von einer intensiven Beschäftigung mit der Aufgabenstellung und den Gegebenheiten vor Ort. Besonders positiv wird der barrierefrei ausgebildete Rundweg bewertet, von dem aus die Kräuterwiese und die Vils als Gesamtraum erlebt werden können.
    Die vorgeschlagenen Nutzungen sprechen unterschiedliche Nutzergruppen an und sind gut situiert. Die Aufwertung der vorhandenen Bolzanlage mit einer Tribüne als Fassung ist gelungen. Etwas widersprüchlich ist die Anlage der Schilfzone unmittelbar an der Spiel- und Liegewiese und an der Furt. Der Spielplatz im Norden bietet einen attraktiven Zielpunkt. Der Standort für Kiosk und WC ist funktional richtig zugeordnet.
    Die Möblierung und Ausbildung mit Kiesstrand wird kontrovers diskutiert. Die Analogie zu Kristallen ist weniger angemessen.
    Zur Verbesserung der Situation An der Pfalzgrafenbrücke wird lediglich ein heller Belag und zusätzliche Beleuchtung vorgeschlagen. Die Durchgangshöhe beträgt 3m. Für Beleuchtung werden Pollerleuchten vorgeschlagen. Dies ist gut vorstellbar. Positiv ist eine direkte Wegeanbindung südlich der Brücke zur ÖPNV-Haltestelle
    Der Kanutreff mit Sonnendeck am Ostufer ist ein Gewinn an dieser Stelle. Der vorgeschlagene Vilsbalkon stellt in Verbindung mit den Kanzeln einen interessanten Vorschlag zum Umgang mit der historischen Bastion dar und rückt diese wieder mehr in den Focus. Die Neuplanung des Englischen Gartens verspricht hohe Aufenthaltsqualität, es wird aber hinterfragt, ob dies die Auflösung der historischen Wegestrukturen rechtfertigt. Die Streuobstwiese im Grabenbereich wird im Hinblick auf die Bemühungen, Stadtmauer und -graben wieder besser sichtbar zu machen, kritisch gesehen.
    Es sind nur wenige Eingriffe in das Gewässer vorgesehen: der Steg im Norden, die Anlagestellen Kanutentreff und Theaterfreisitz sind unproblematisch und führen die Besucher direkt an die Vils heran. Die Furt wird als Engstelle geplant, dies ist wegen der höheren Fließgeschwindigkeit falsch und nicht ungefährlich. Insgesamt wird die Planung aus wasserwirtschaftlicher Sicht neutral bewertet.
    Die Arbeit leistet durch die Gestaltung als vielfältig nutzbarer, attraktiver Naherholungsraum einen wichtigen Beitrag um das Wohnen in der Altstadt auch für Familien attraktive zu machen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die vorgestellte Nutzungs- und Gestaltungsintensität für die relativ kleine Fläche verträglich ist.