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  • DE-26105 Oldenburg
  • 12/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-329191)

Freiraumplanung für das Gelände des MediTech Oldenburg (MTO)


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten, Stadtplaner
    Lohaus · Carl · Köhlmos PartGmbB Landschaftsarchitekten · Stadtplaner, Hannover (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Aus dem Profil des neuen Quartiers als Medizin- und Gesundheitsstandort leiten die
    Verfasser die äußere Form der Freiraumgestaltung ab. Unter dem Leitmotiv "Rückgrat"
    platzieren sie gut proportionierte sogenannte„Wirbel“-Module aus Grüninseln,
    Aktionsflächen und Aufenthaltsbereichen längs der prägenden Nord-Süd-Achse.
    Die zentrale Mitte des neuen Quartiers wird mit einem Rasenkarree als grünes Gelenk
    großzügig ausgebildet. Im nördlichen und südlichen Abschnitt der Freiraumachse
    sind Baumreihen qualitätsvolle, raumbildende Entwurfselemente. Die verschiedenen
    „Wirbel“Module erlauben in der endgültigen Gestaltung in Bezug auf die
    heute noch nicht ausformulierte Hochbauarchitektur eine große Flexibilität.
    Die klare Gliederung der Außenräume sichert eine gute Durchgängigkeit und Orientierung
    für Fußgänger und Radfahrer, eine attraktive Alternative zum Alten Postweg
    für den nichtmotorisierten Verkehr. Die überörtlichen Beziehungen bzw. die Verknüpfungen
    zu den angrenzenden Quartieren und Straßen sind hingegen nicht hinreichend
    ausformuliert.
    Mit der Baumart Kiefer auf dem Rasenkarree wird der gewünschte Effekt eines raumbildenden Baumhaines in absehbarer Zeit nicht zu erzielen sein. Die vorgeschlagene
    Möblierung ist nutzungsangemessen. Kritisch wird die Implementierung von Trampolinen
    gesehen. Das dezentrale Regenwassermanagementkonzept über Versickerungsmulden
    in den einzelnen Rasenflächen wird kritisch beurteilt, da die wechselfeuchten
    Rasenflächen die Alltagsnutzung für Anlieger und Besucher sehr einschränken.
    Die barrierearme Flächengestaltung über kleinpflastergerahmte Betonplattenflächen
    überzeugt in Funktion und Gestalt.
    Insgesamt bietet der Entwurf ein ausgewogenes Freiramkonzept mit guten Nutzungsqualitäten, deren gestalterische Ausformung allerdings im Detail nur bedingt
    überzeugen kann.