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  • DE-65549 Limburg an der Lahn
  • 02/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-314801)

Stadtentwicklung „Blumenrod V. und VI. Bauabschnitt“ in Limburg an der Lahn


  • Anerkennung

    Lageplan - Gesamtsituation

    Landschaftsarchitekten
    hermanns landschaftsarchitektur umweltplanung, Schwalmtal (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Erich W. Baier Architektur und Städtebau, Gauting (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Beitrag hat den Anspruch eine „Grüne Mitte“ zu gestalten. Dabei wird diese Mitte nicht als grünes Zentrum, sondern als öffentlich nutzbare Freiraumbänder zwischen einzelnen Baufeldern verstanden. In Nord-Süd-Richtung wird damit die bestehende Grüne Spange als Stadtpark fortgeführt. Durch die Grünspange ist die Frischluftschneise berücksichtigt. Parallel dazu erstreckt sich östlich ein städtebauliches Rückgrat aus Geschosswohnungsbau. In der Mitte an der Grünen Spange konzentrieren sich öffentliche Angebote z.B. Kita und weitere Wohnfolgeeinrichtungen sowie ein Quartiersplatz. Das städtebauliche Konzept setzt sich darüber hinaus aus fünf Inselartigen Baufeldern zusammen, die gleichzeitig die möglichen Realisierungsabschnitte darstellen. Es wird positiv bewertet, dass das Konzept pro Baufeld einen Mix verschiedener Wohntypologien von Einfamilien-, über Reihenhäusern bis zu Mehrfamilienhäusern beinhaltet. Private und quartiersinterne, platzartige Freiräume charakterisieren die einzelnen Wohnfelder. Auch eine mögliche Nachverdichtung ist schlüssig nachgewiesen. Die Ausbildung der grünen Räume erscheint undifferenziert.
    Die Lage der Wege im Abstand zu den privaten Gärten führt zu undefinierten, schwer nutzbaren öffentlichen Teilräumen. Während die großen öffentlichen Grünräume auch als Rückhalteflächen für Regenwasser definiert sind, kann man nicht erkennen wie die Zuleitung des Niederschlagswassers aus den Baufeldern dorthin gelangt. Mit der dargestellten Anzahl der Wohneinheiten liegen die Verfasser im mittleren Bereich. Der Anteil an Geschosswohnungsbau liegt jedoch eher im unteren Bereich. Die planungsrechtliche Umsetzbarkeit scheint unproblematisch. Sehr kritisch wird allerdings die, um die Wohnfelder außen geführte, aufwendige Verkehrserschließung gesehen. Zusammen mit der linearen südlichen Straßenführung und einem undifferenzierten Siedlungsrand als Übergang zum Vogelschutzgebiet erscheint der Übergang in die offene Landschaft abrupt, zu hart und dem Ort nicht angemessen. Der städtebauliche Ansatz wird – abgesehen vom Erschließungskonzept und o.g. Aspekten – anerkannt.


INFO-BOX

Angelegt am 25.02.2019, 10:44
Zuletzt aktualisiert 26.02.2019, 10:12
Beitrags-ID 4-170000
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