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  • DE-99084 Erfurt
  • 12/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-9253)

Innerstädtische Freiraumgestaltung am Hirschgarten


  • 3. Preis

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    Lohaus · Carl · Köhlmos PartGmbB Landschaftsarchitekten · Stadtplaner, Hannover (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Dipl. Ing. Thomas Köhlmos Dipl. Ing. Kamila Krzyzanowska Dipl. Ing. cand. Sebastian Neubert Dipl. Ing. cand. Markus Schmidt

    Erläuterungstext
    Der Hirschgarten und das angrenzende Baufeld werden zu einem Parkensemble entwickelt. Gleichzeitig bleiben beide Parkteile ablesbar und wichtige historische Bezüge werden wieder hergestellt.
    Das Spiel mit der Perspektive prägt auch das neue Gesamtensemble. Während im historischen Parkteil die perspektivische Betonung auf die Staatskanzlei ausgerichtet ist, unterstreicht die trapezförmige Fassung des Gesamtparks die unterschiedlichen Parkatmosphären: die Weitläufigkeit des neuen Parkteils beim Blick Richtung Anger und die städtisch kompakte Situation durch die perspektivische Verkürzung beim Blick Richtung Eichenstraße.

    Entlang der Neuwerkstraße ist der Park mit zwei Baumreihen gefasst. Die langstieligen Bäume (z.B. schmalblättrige Eschen) greifen die heutigen Baumstandorte auf und setzen diese fort.
    An der Regierungsstraße wird der neue Parkabschnitt durch drei Baumreihen gefasst. Somit wird die Rahmung des Vorplatzes an der Staatskanzlei durch die beiden Wachhäuser hervorgehoben. Die Baumhalle bietet der gastronomischen Nutzung im westlichen Wachhaus schattige Außensitzplätze. In die Grandfläche sind u.a. Bouleplätze, bodenbündige Trampoline und Bänke mit Blick auf den Park integriert.

    Die ursprüngliche Trapezform des Hirschgartens wird mit einer Wegeverbindung in Verlängerung der Markgrafengasse rekonstruiert und durch das erhöhte Plateau des Hirschgartens hervorgehoben. Die Kollonade des westlichen Wachhauses überschneidet analog zur historischen Situation leicht die Flucht der Wegeverbindung. Der Geländesprung wird entlang des Weges mit Blick auf den neuen Parkteil als breite Sitzstufen mit Rasenplateaus ausgebildet, die sonnige Sitz- und Liegeplätze bieten. Im Übergang zum Vorplatz der Staatskanzlei wird zur besseren Verzahnung die heutige Mauer durch Treppenstufen ersetzt. Der Platz wird analog zur heutigen Materialverwendung in der Regierungsstraße aus Kleinsteinpflaster hergestellt. Das Parken auf dem wiederhergestellten Platz zwischen den Wachhäusern wird durch ein wenige Zentimeter tiefes Wasserband verhindert. Der schwarze Untergrund der Wasserbänder lässt eine Einschätzung der Wassertiefe für Autofahrer nicht zu und verhindert damit das Befahren.

    Das ursprünglich prägende Spiel mit der Perspektive wird im Hirschgarten durch trapezförmige Wege, die von Staudenbändern begleitet werden, aufgegriffen. Sie unterstreichen die Ausrichtung auf die Staatskanzlei und integrieren das auf das Mittelresalith bezogene runde Wasserspiel. Die Wege und der Platz am Kopfende des Hirschgartens, der außengastronomisch mitgenutzt wird, und die Rahmung der Grandflächen werden als Plattenbelag (Material analog zur geplanten Gestaltung der Neuwerkstraße) hergestellt. Der vorhandene malerische Baumbestand im Hirschgarten bleibt weitgehend erhalten.


    Beleuchtung
    Der Platzrahmen aus Baumreihen wird mit weiß schimmernden Kugelleuchten erhellt.
    Durch ein Lichtband in der untersten Stufe wird die historische Kontur des Hirschgartens auch abends hervorgehoben. Die Fassaden der Staatskanzlei und die Wachhäuser werden angestrahlt. Das axial auf die Staatskanzlei ausgerichtete abends leuchtende Fontänenspiel schafft einen Blickfang im Park.


    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.