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  • DE Bad Malente
  • 02/2002
  • Ergebnis
  • (ID 2-9267)

Neubau für das Klinikum Holsteinische Schweiz


  • 2. Preis


    Architekten
    ppp architekten + stadtplaner, Lübeck (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Dehnbostel, Meyer, Spangenberg, Sippel, Landschaftspl.: Kühlert . ter Balk – Ahrens, Lübeck; Visualisierung: Atelierpunktzehn – Hochgürtel und Lohse, Lübeck; Sonstige Personen: Sperling, Koethe

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: tobias engelhardt architektur, Lübeck (DE)

    Erläuterungstext
    Mühlenbergklinik Holsteinische Schweiz Bad Malente
    Im Sinne der Salutogenese mit ihrem Anspruch einer ganzheitlichen Gesundung wurde das vielfältige Naturpotential des idealtypischen Grundstücks in der holsteinischen Hügel- und Seenlandschaft zur Grundlage des architektonischen Konzeptes gemacht: die intensive Verbindung von Innen- und Außenräumen als Symbiose von Haus und Natur schafft eine ideale Atmosphäre für die nachhaltige Genesung der Patienten. Um dem zu entsprechen und eine gute Orientierung für Patienten und Besucher zu gewährleisten, ist die Klinik aus drei Gebäudeteilen mit unterschiedlichem Charakter gefügt: das Gästehaus, das Therapiehaus und das Schulungszentrum. Die Gebäude formen Höfe, Gärten und Außenräume mit individueller Atmosphäre.

    Gästehaus
    In den vier Hauptgeschossen des Gästehauses sind die kreuzförmig um einen Stützpunkt angelegten Stationen untergebracht. Die als Orangerie gestaltete Wandelhalle mit Bäumen und Vogelvoliere im zweigeschossigen, transparenten Sockel dient der Erschließung des gesamten Hauses. Verschiedene Eingänge, Sitzbereiche und die Cafeteria machen sie zum Ort der zwanglosen Begegnung.
    Weitere öffentliche Funktionen wie Bibliothek, Frisör und Läden in eingestellten steinernen Boxen unterstützen das Konzept der Offenheit und Kommunikation. Die Flure der Stationen gliedern sich vielgestaltig durch Aufweitungen und lichte Aufenthaltszonen sowie durch ein lebhaftes Farbspiel. Alle Zimmer haben Ausblick zum Dieksee oder in die Parklandschaft.

    Therapiehaus
    Das Therapiehaus ist als vertikal organisierte Therapielandschaft konzipiert. Mittelpunkt und Rückgrad bildet eine dreigeschossige Halle, die mit einem Birkenfeigenhain eine ganz besondere Atmosphäre hat. Sie bietet gleichzeitig Raum für Erschließung, Orientierung, Aufenthalt und Begegnung.
    Im Erdgeschoss öffnet sich das Schwimmbad großzügig zum weiträumigen Sonnengarten, während sich der Massage- und Saunabereich zu einem intimen, mit einer geschwungenen Natursteinmauer eingefassten Innenhof orientiert.
    In den Obergeschossen sind Physiotherapie, Sporttherapie und Ergonometrie mit Ausblick und direkter Verbindung zur Landschaft untergebracht, um das Bewegungstraining auch im Park fortsetzen zu können.

    Restaurant / Schulung
    Das Schulungszentrum beinhaltet Seminarräume, Freizeiteinrichtungen, einen Mehrzwecksaal, die Verwaltung sowie die Speiseversorgung mit Küche. Zentrum ist der große Speisesaal, der wie eine gläserne Vitrine zwischen der öffentlichen Piazza und dem sonnigen Südgarten liegt. Um dem gemeinsamen Essen eine ruhige, angenehme Atmosphäre zu geben, ist der Raum in Sitznischen, Bankreihen und Einzeltischen differenziert gegliedert. Alle Plätze ermöglichen den Blick in die Natur.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.