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  • DE-36037 Fulda
  • 03/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-316317)

Westliches Umfeld ICE-Bahnhof in Fulda


  • 1. Preis

    © yellow z urbanism architecture / A24 Landschaft

    Architekten, Stadtplaner
    yellow z urbanism architecture, Zürich (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Mario Abel , Oliver Bormann

    Mitarbeit
    Jens Schulze

    In Zusammenarbeit mit:
    Verkehrsplaner: ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung, Hamburg (DE)
    Landschaftsarchitekten: A24 Landschaft, Berlin (DE)
    Modellbauer: HeGe Modellbau, Berlin (DE)
    Visualisierer: A.Calitz Visual, Berlin (DE)

    Preisgeld
    17.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf orientiert sich am Bestand, versucht dabei vorhandene Mängel zu beseitigen und greift einige für Fulda wichtige Zukunftsthemen auf. Der Entwurf kann modular umgesetzt werden, entfaltet seine Wirkung aber vor allem in Phase II. Dem Bahnhofsvorplatz wird dreiseitig eine neue Fassung gegeben, die vorwiegend aus raumgreifenden Treppenanlagen besteht. Besonders sticht der geplante Mobilitätspavillon ins Auge, der durch seine gute Platzierung einerseits die Höhen zwischen den vorhandenen Ebenen vermittelt und andererseits ein wichtiges Angebot für Fahrradfahrer schaffen kann. Die Wegnahme des Balkons vor dem Spardahaus wirkt sich positiv aus.

    Entlang der Ruprechtstraße entwickelt sich ein gemischtes Quartier, das nicht nur in der Dichte und Höhenentwicklung richtig konzipiert scheint, sondern v.A. die wichtige Funktion des innerstädtischen Wohnens berücksichtigt.

    Östlich dieses Quartiers erhält der Zentrale Omnibusbahnhof für die Stadtregion Fulda einen neuen Standort, der einen direkten Zugang zu Bahnhof und Gleiskörper ermöglicht. Die Querung der jetzigen Ostumfahrung ist in Phase I schon möglich, wird aber langfristig in Phase II durch eine Reduktion des Durchgangsverkehrs (Radverkehr, ÖPNV und Taxen) – auch gestalterisch – verbessert. Die Aufenthaltsqualität für Reisende könnte sich durch die Großzügigkeit deutlich verbessern.

    Der Stadtraum entlang der ehemaligen Güterhallen erscheint zu wenig ausdifferenziert. Statt einer Kongressnutzung, die dem Grunde nach für Fulda von Interesse ist, sollte an dieser Stelle besser ein niedrigschwelliges Angebot zum Tragen kommen. Aussagen zum Erschließungsohr an der Petersberger Straße fehlen gänzlich.

    Positiv ist die Verbreiterung der Passerelle zu sehen, allerdings ist die Integration von Einzelhandel an dieser Stelle fraglich und sollte zugunsten einer Trennung von Fahrrad- und Fußgängerverkehr geprüft werden.

    Am östlichen Ausgang der Passerelle werden deutlichere Aussagen zur Verbesserung der Verkehrssituation vermisst.

    Insgesamt kann der Entwurf als guter Beitrag zur Weiterentwicklung des Bahnhofareals unter Beibehalt der grundsätzlichen Verkehrsstrukturen gewertet werden.