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  • DE-88178 Markt Heimenkirch
  • 03/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-317795)

Umbau des ehemaligen Brauereigasthofes Sonne in Markt Heimenkirch


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
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    Architekten
    Mayr-Baldauf Architektur und Stadtgestaltung, Lindenberg (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: toponauten LaGmbH, Freising (DE)

    Preisgeld
    3.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Mit dem Rückbau auf einen rechtwinkligen Baukörper mit Satteldach, sowie dem vorgeschlagenen 2- geschossigen Neubau entsteht eine neue stadträumliche Situation mit einer für die Ortsmitte angemessenen Körnung. Der Abstand zwischen Hauptgebäude und Nebengebäude ist zu überprüfen.

    Ein herausragendes Kennzeichen des Entwurfs ist die Vielzahl von Begegnungsmöglichkeiten ganz im Sinne des „Gemeinsamen Wohnens“. Neben dem Gemeinschaftshaus werden Gemeinschaftsgarten und Gemeinschaftsloggien als Begegnungsflächen angeboten. Allerdings sind die einzelnen Wohnungen ohne individuelle Freibereiche. Die Anzahl der Wohnungen und der Wohnungsmix sind entsprechend dem Raumprogramm erfüllt. Die Wohnungsgrundrisse sind gut organisiert und lassen eine hohe Wohnqualität erwarten. Flexibilität und Grundrisstypologien bieten Potential für unterschiedliche Wohnmodelle. Die Gesamtwohnfläche liegt etwas unter dem Durchschnitt. Im Obergeschoß des Neubaus sind weitere Wohnungen möglich. Planerische und gestalterische Aussagen zu diesem Neubau fehlen.

    Die Räumlichkeiten im Erdgeschoss sind gut organisiert, der Vorschlag eines Repair-Cafes ist ein interessanter Vorschlag für ein gemeinschaftliches Wohnprogramm. Die Abstellräume befinden sich teilweise im Erdgeschoss, ein anderer Teil ist den Wohnungen funktional zugeordnet.

    Die durchgängige Erschließung des Gebäudes mit Treppenhaus und Aufzug, sowie der Lichteinfall durch die Gemeinschaftsloggien ermöglicht ein freundliches Ankommen in den Wohnungen. Allerdings fehlt ein zweiter baulicher Rettungsweg.

    Die Anzahl der Stellplätze ist erfüllt, allerdings ohne Berücksichtigung des zweiten Baukörpers. Die Anordnung der oberirdischen Stellplätze sollte nochmals überprüft werden. Die Freiraumgestaltung ist gut durchgearbeitet. Der vorgeschlagene Bauerngarten ist ein weiterer Ort des Miteinanders. Die Grünfläche im Norden zur Kirche hin einschließlich der Treppenanlage (Eingang zu einer Wohnung) ist in ihrer Gestaltung und Ausformung der stadträumlichen Lage nicht angemessen.

    Die Fassadengestaltung wirkt im regionalen Kontext etwas städtisch in allen Ansichten. Mit der Lochfassade und der Neuinterpretation der Rundbögen im Erdgeschoss sind Elemente der alten Sonne eingearbeitet.

    Die Holzfassade mit Holzloggien im Osten ist ein neues Element, mit dem die Fassade geöffnet wird und das viel Licht in das Gebäude bringt. Der Entwurf lässt eine wirtschaftliche Umsetzung erwarten.


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