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  • DE-50827 Köln
  • 12/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-334584)

Wohnen am Ossendorfer Weg in Köln-Bickendorf


  • 1. Rang

    © scape Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    scape Landschaftsarchitekten, Düsseldorf (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Matthias Funk , Hiltrud Maria Lintel , Prof. Rainer Sachse

    Mitarbeit
    Daniel Heblich

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: LORBER PAUL Architekten GmbH, Köln (DE)

    Erläuterungstext
    Die Baukörper strukturieren das Baufeld in drei thematische Freiräume. Ein vor den Gebäuden umlaufender Grünstreifen stellt den städtebaulich notwendigen Abstand zu den Straßenräumen her und bietet funktionale Flächen zur Anordnung von Eingangsbereichen, Fahrradständer, Unterflurmüllcontainern und Besucherstellplätzen an. In den Spitzen des dreieckigen Baufeldes werden öffentliche Vorplätze als Begegnungs- und Aufenthaltsräume unter Baumgruppen angeboten. Der Innenhof wird zu einer öffentlich zugänglichen jedoch autofreien Talraumsituation mit treibenden Bauminseln und Aktionsräumen entwickelt.

    Die Höhenlage der Baukörper mit ihren zum Straßenraum gerichteten Eingangssituationen orientiert sich an den Bestandshöhen der angrenzenden Straßenräumen, so dass im Innenhof ein Höhenunterschied von bis zu 100 cm mittels Böschungen abgefangen werden muss. Die nördlichen Baukörper liegen daher auf Schollen die 50 bis 100 cm über dem zentralen Wegeraum liegen, die Freiflächen der Kitas fallen leicht nach Norden ab, so dass auch hier ein Niveauunterschied von max. 50 cm entsteht. Durch diese differenzierten Niveaus entstehen klar ablesbare öffentliche Wege- und Spielflächen und geschützte private Grünflächen der Hausgärten und Kita-Freiflächen.

    Entlang der Schollen des Talraums liegen insgesamt drei Aktionsräume: zentraler Spielplatz im Westen, Aufenthaltsbereich mit großer Tafel in der Mitte und eine gepflasterte Bewegungsfläche mit Kleinkindspiel im Osten. Verbunden werden diese Aktionsräume durch eine zentrale Wegeachse von West nach Ost mit einem Anschluss an die nördliche Straße. Räumlich gefasst wird der Talraum durch beidseitige Bauminseln aus kleinkronigen, hoch aufgeasteten Bäumen. Die drei Aktionsräume erhalten jeweils einen charakteristischen großkronigen Hofbaum.

    Die Bauminseln im Inneren kommen bis auf 4,50 m an die Fassaden heran, so dass entlang der Fassaden ein interessantes Schattenspiel auf den Terrassen erzeugt wird. Angrenzend an die Terrassen befinden sich Rasenflächen mit Strauch- und Graspflanzungen, die einen räumliche Fassung der Gärten bilden.

    Die Wegeflächen des Talraums sind mit länglichen Betonsteinpflaster befestigt, die mit weiten Rasenfugen ebenfalls die Böschungen stabilisieren, so dass diese sehr robust gebaut sind. Entlang des Talraums sind zahlreiche Bänke sowie die große Tafel, eine Bank-Tisch-Kombination für bis zu 20 Personen als soziale Begegnungsorte platziert.

    Der zentrale Talraum dient darüber hinaus als Retentionsfläche für Starkregenereignisse. Das angestaute Regenwasser wird entweder verzögert in die Kanalisation geleitet oder in den angrenzenden unbefestigten Flächen versickert. Im Bereich des Spielplatzes und der nördlichen Kitafreiflächen ist der Freiraum nicht durch Tiefgaragen unterbaut, so dass in diesem Bereichen Regenwasser gezielt versickert werden kann.

    Durch die gruppierten Baumstellungen entlang der Talachse entstehen differenzierte Schattenbereiche, die im Sinne der Klimaanpassung zur Temperaturreduktion innerhalb des Quartiers beitragen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 29.03.2019, 14:00
Zuletzt aktualisiert 04.04.2019, 17:26
Beitrags-ID 4-171569
Seitenaufrufe 105