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  • DE-75382 Althengstett
  • 03/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-312723)

Neubau Kindertageseinrichtung Poststraße in Althengstett


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Ursula Hochrein , Axel Lohrer

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: löhle.neubauer_architekten BDA pmbb, Augsburg (DE)

    Preisgeld
    10.500 EUR

    Erläuterungstext
    In den Freiflächen entwickelt sich, im Dialog mit dem Gebäude ,eine prismische Topographie mit begleitenden naturgetönten Spieldickichten. Sie erlaubt es, eine vielfältige wie erlebnisreiche Raumstruktur auch im Freiraum zu gestalten. Spielgeräte wie Gemeinschaftsschwingen oder Weidenhütten werden akzentuierend in diese Raumfolge eingelegt. Strapazierfähiger Spielrasen und Spielsand bilden die Bewegungsflächen.
    Die vorhandenen Bäume werden durch Blütenbäume und Großsträucher ergänzt und bilden durch den lockeren Schleier von Licht und Schatten einen natürlichen Sonnenschutz im Freibereich.
    Der Vorbereich entwickelt sich als offener Platz. Zufahrten und Stellplätze werden darin untergeordnet und durch Ausstattung und Baumsetzungen sichernd gegliedert eingelegt.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Mit der besonderen Gesamtform des Baukörpers unternehmen die Verfasser auf sehr charmante Weise den gelungenen Versuch, sehr viele Belange zur Deckung zur bringen und zu einem Ganzen zu integrieren.

    Erschließungen, Funktionsbereiche, Freiräume, Verknüpfungen usw. sind stimmig und ergeben eine städtebauliche und gestalterische Qualität in vielerlei Hinsicht: Ankommen, Warten, Parken, Anliefern usw. funktionieren gut und bilden ansprechende räumliche Situationen.

    Im Übrigen werden quasi „nebenher“ sehr viele der vorhandenen Bäume erhalten.

    Die Grundrisse sind ebenfalls funktionsgerecht und qualitätsvoll und bieten interessante Raumfolgen, die auch pädagogisch sinnvoll und bereichernd sind. Insbesondere bieten sie sehr große Vielfalt und Flexibilität in der Nutzung.

    Das Familienzentrum liegt günstig, ist unabhängig nutzbar und bietet zugleich ein schönes Foyer für das EG mit allen Funktionsräumen sowie der Krippe.

    Diese wiederum liegt richtig am Kopf mit direktem Bezug zum eigenen Garten. Diese Qualitäten setzen sich sehr schön und gekonnt im OG mit dem eigentlichen Kindergarten fort. Dessen Außenbezug in den Garten erfolgt, außer durch das Treppenhaus, unkonventionell über eine markante und großzügige Rutsche.

    Die angebotene Verbindung zur Kita Jahnstraße startet gut, ihre Anbindung an den Bestand erscheint jedoch fraglich.

    Der sehr schöne und überzeugende Entwurf wirft allerdings auch die Frage nach Umfang, Masse, Höhe und Skalierung des Vorhabens in Bezug zur Nachbarschaft auf.

    Auch wenn durch die Vorschläge viel Vorhandenes aufgenommen und vermittelt ist, bedarf das Verhältnis zur Nachbarbebauung der Kita Jahnstraße noch einiger Optimierung.

    Insgesamt stellt der Beitrag jedoch eine sehr gelungene Lösung in nahezu jeder Hinsicht dar.