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  • 1. Preis


    Architekten
    HENCHION REUTER ARCHITEKTEN, Berlin (DE), Dublin (IE) Büroprofil

    Verfasser
    Klaus Reuter

    Mitarbeit
    Hugo Bernard Lecharpentier, Vitevski Gordan

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden (DE)
    Tragwerksplaner: EiSat GmbH, Eisenloffel, Sattler + Partner, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    WBW Neubau Kinderbildungszentrum Parchim


    Städtebauliche Einordnung
    Die städtebauliche Ausrichtung der Baukörper für das neue Kinderbildungszentrum in der Parchim Regimentsvorstadt mit Regionalschule, Kindertagesstätte und Sporthalle orientiert sich orthogonal zur Dragonerstraße und Teilen des daran anschließenden Neubaugebiets. Eine leichte Abweichung aus der Achse der Gneisenaustraße ermöglicht eine positive Drehung und Öffnung hin zum Kreisverkehr Dragoner-/Geneisenaustraße. Eine wichtige Blickachse, von dem aus das neue Kinderbildungszentrum aus dem Straßenraum für viele Parchimer erlebbar wird.
    Die drei Gebäude liegen mit ihren Hauptzugängen alle an dem platzartigen Bereich der Gneisenaustraße. Dieser verkehrsberuhigte Bereich reicht vom Südring bis an den Kreisel Dragonerstraße. Er ist für PKW nur in wenigen Bereichen beschränkt befahrbar und überwiegend als Fuß- und Radweg ausgebildet und weitet sich vor den jeweiligen Gebäudezugängen platzartig auf.
    Die zweigeschossige Kindertagesstätte „Forschergeist“ liegt auf dem nördlichen Grundstücksteil an der Ecke Dragoner-/Gneisenaustraße. Vorplatz und Eingangsbereich sind nach Osten zur Gneisenaustraße hin ausgerichtet und nach Süden und Westen orientieren sich die Garten- und Freiflächen in einen grünen und geschützten Hofbereich. Das bestehende und räumlich angenehm wirkende Birkenwäldchen an der Gneisenaustraße kann erhalten bleiben und wird als Märchenwald mit Baumhäusern ein wichtiger Bestandteil der Kindertagesstätte.
    In der Grundstücksmitte liegt, als dreigeschossiger Baukörper, die neue Regionalschule. Durch ihre Größe und Höhe, sowie die geschaffene Vorplatzsituation, wird sie vom Kreisel Dragoner-/Gneisenaustraße aus gut wahrgenommen. Der Haupteingangsbereich liegt an der Gneisenaustraße in der Achse der kleinen Stichstraße, welche von der Putzlizer Straße aus die Hauptzufahrt für die PKW-Erschließung und somit die „Elterntaxis“ bietet. Eine weitere wichtige Erschließung der Schule erfolgt von Süden, vorbei an der neuen Sporthalle, über den Fuß- und Radweg vom Parkplatz und der Bushaltestelle aus. Schulhof und Freianlagen sind, wie bei der Kindertagestätte, nach Süden und Westen in einen ruhigen, grünen, den verschiedenen Nutzungen entsprechenden Außenbereich orientiert.
    Auf dem südlichen Grundstücksteil, mit Eingang zum Parkplatz am Südring, sowie der Gneisenaustraße hin orientiert, liegt die neue Sporthalle. Sie ist somit über den Parkplatz gut für den Vereinssport erreichbar, aber auch durch die gemeinsame Lage an der Gneisenaustraße und ihre unmittelbare Nachbarschaft klar der Schule zugeordnet.

    Bus und PKW-Stellplätze befinden sich ausschließlich auf dem südlich der Sporthalle gelegenen Grundstücksbereich außerhalb des Wettbewerbsgebiets. Eine Vorfahrtszone mit Kurzparkbereich liegt direkt vor den Eingängen zur Schule und der Kindertagesstätte an der Gneisenaustraße.
    Fahrradstellplätze befinden sich jeweils auf den Vorplätzen und vor dem jeweiligen Eingangsbereich der Sporthalle, der Schule und der Kindertagesstätte.

    Kindertagestätte „Forschergeist“
    Man betritt die neue Kindertagesstätte „Forschergeist“ über ein großzügiges, zweigeschossiges Foyer mit einer kleinen Tribünen-/Rampen- und ggf. Rutschenanlage und der Möglichkeit zur Inszenierung des Themas Weltraum in flexibler und ganz unterschiedlicher Weise. Über das Foyer erreicht man im Erdgeschoss das Elterncafé, die Verwaltungsräume, die zwei Gruppenbereiche für die Krippenkinder und die Küche. Im Obergeschoß befinden sich die Räumlichkeiten für den Kindergarten sowie der Personalbereich. Der zweigeteilte Krippenbereich, als lockere Raumfolge angeordnet, liegt ebenerdig mit direktem Zugang in den Garten und bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Nutzungs- und Gestaltungsbereichen. So sind die Haupträume mit raumhohen Fensterflächen überwiegend zum Garten orientiert. In einem spannenden und räumlichen Gegensatz dazu steht der über ein Oberlicht belichtete innenliegende Bereich für das „Kinderrestaurant“, welcher getrennt, aber auch zusammen genutzt werden kann.
    Die Räume für den Kindergarten im Obergeschoss folgen dem gleichen Prinzip der lockeren Raumfolge mit ganz unterschiedlichen räumlichen Qualitäten von innenliegend, konzentriert und über Oberlichter natürlich belichteten Räumen, bis hin zu raumhoch verglasten und offen, zum Garten und Grünbereich orientierten Räumen. Ein an der Süd- und Westseite umlaufender Loggiabalkon mit Treppen- und Rutschenabgang verbindet das Obergeschoss auf attraktive Weise mit dem Garten. Die lockere Raumfolge kann flexibel mit den ganz unterschiedlichen Werkstattbereichen für Theater, das Werken bis hin zum Erzählen und der Kreativwerkstatt bespielt werden. Im Zentrum des Obergeschosses steht der helle, innenliegende und somit sehr konzentrierte Bewegungs- und Begegnungsraum. Das Kinderrestaurant liegt mit Sichtkontakt in den Luftraum des Foyers direkt am Aufzug und ist somit aus der Küche im Erdgeschoss gut erreichbar.
    Die Küche im Erdgeschoss erhält über einen separaten Nebeneingang einen direkten Zugang von der Dragonerstraße.

    Schulhaus
    Zentraler Treff- und Ausgangspunkt im Haus ist das großzügige und helle Atrium und Forum im Erdgeschoss, welches über einen Luftraum sämtliche Geschosse miteinander verbindet. An ihm liegen:
    - die überdachten Zugänge von der Gneisenaustraße sowie dem Schulhof
    - eine großzügige Treppenanlage inkl. Aufzug in die Obergeschosse
    - die Schulmensa mit der Möglichkeit der Erweiterung bzw. Abtrennung über eine Schiebewandanlage
    - der Ganztagsbereich mit Lehrküche im nördlichen Gebäudeflügel
    - der Bereich Verwaltung und Lehrkräfte im südlichen Gebäudeflügel.
    - Die Graderoben- und WC-Anlage
    Der zentrale Lichthof über dem Atrium bietet neben einer guten Belichtung eine optimale Orientierung für die vertikale sowie horizontale Erschließung im Haus. Er ist zentraler Dreh- und Angelpunkt im Schulalltag und kann darüber hinaus für Sonderveranstaltungen auf vielfältige Weise bespielt werden. Die auf dem Gelände vorhandene Topographie wird über 3 Stufen im Haus aufgenommen und bildet ein Forum und Bühne sowie einen attraktiven Treffpunkt. Neben dem vertikalen Bezug des Atriums, gibt es nach Süden und Westen, über eine großzügige Verglasung einen klaren Bezug auf den Schulhof. Der Schulmensa ist nach Norden ein eigener Bereich mit Freisitz zugeordnet.
    Der Ganztagsbereich sowie die Lehrküche sind zusammen als eine Einheit mit jeweils direktem Zugang ins Freie im nördlichen Gebäudeflügel untergebracht und können bei Bedarf auch für weitere Nutzungen wie Werken, Musik etc. mit genutzt werden.
    Der Verwaltungsbereich mit Lehrerzimmern, Sekretariat, Konferenz etc. liegt zentral und gut erreichbar im Erdgeschoss am Atrium und dem Haupteingangsbereich.
    Sämtliche Klassen und Fachklassenbereiche befinden sich in den beiden Obergeschossen. Die Klassen der 5. und 6. Stufe liegen im 1. OG jeweils an einem eigenen Flurbereich. Ebenfalls sind auf dieser Etage die Naturwissenschaften im nördlichen Flügel und der Universalfachraum Technik untergebracht. Im 2. OG befinden sich die Klassen der Jahrgangstufe 7-10 sowie der Fachbereich Kunst, PC-Kabinett und Musik. Teambüros und Kleingruppenarbeitsräume sind gleichmäßig über die beiden Etagen verteilt und werden durch großzügig bemessene Flurzonen ergänzt bzw. erweitert. Im ersten OG gibt jeweils am Ende der Flure einen Austrittsbalkon als Erweiterung der Freibereiche in den Fluren.
    Die 3 Gebäudeflügel sind im Erdgeschoss sowie in den Obergeschossen zum zentralen Atrium hin über Glastüranlagen abgetrennt. So können verschiedene Einheiten bei Bedarf und Art der Nutzung leicht abgesperrt werden.

    Klassenraum
    Die Klassenräume werden adaptiv, anforderungsgerecht und anmutend gestaltet und verfügen grundsätzlich über:
    - einen ausgewogenen Fensterflächenanteil zur Gewährleistung einer optimalen natürlichen Belichtung bei gleichzeitig minimalem Wärmeverlust im Winter sowie minimalem Wärmeeintrag im Sommer.
    - kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zu Versorgung der Klassenräume mit Frischluft
    - einen außenliegenden beweglichen Sonnenschutz mit Lichtlenkfunktion für hohe Tageslichtqualität bei optimiertem sommerlichen Wärmeschutz.
    - Estrich-Fußboden und tragende Wände als thermische Speichermasse, massive Betondecke hinter teiloffener Lamellendecke teilweise thermisch wirksam.
    - Linoleum- bzw. Kautschukbodenbeläge.
    - eine abgehängte Holzlamellendecke zur Sicherstellung der raumakustischen Qualität.
    - eine passive Entwärmung durch Nachtluftspülung per Querlüftung über öffenbare Elemente in den Fassaden, Flurtrennwänden
    - integrierte Einbaumöbel mit Schränken, Regalen und Garderoben, sowie flexible Möbeleinheiten mit Regalen/Fächern für Ranzen und Schulmaterial.
    - Garderoben können in den Klassen oder in zusammengefassten Garderobenbereichen auf den Fluren untergebracht werden.
    - min. eine komplette Raumseite für verschiedene Darstellungs- und Projektionsarten von der klassischen Tafel bis zu Whiteboards
    - leicht umstellbare Tischsysteme (z.B. Dreicksform) für eine maximale Flexibilität für den klassischen Frontalunterricht über die Gruppenarbeit bis zum freien Arbeiten.
    - ein abgestimmtes Gesamtfarbkonzept mit warmen und stimulierenden Farben in den Klassen/Stufen variierend.
    Bezüglich einer maximalen Flexibilität und einer konstruktiv sinnvollen Gebäudestruktur werden die Fassaden und Flurwände tragend, und die Trennwände zwischen den Räumen als nicht tragend und somit veränderbar vorgesehen. So sind Veränderungen der Raumgrößen, sowie z.B. der Einbau von Verbindungstüren und Wandöffnungen grundsätzlich möglich.
    Inhalt bzw. Nutzung, Gestalt und Konstruktion stehen im Einklang und bilden ein schlüssiges, klares und somit authentisches Gesamtkonzept.

    Sporthalle
    Das kleine Eingangsfoyer der neuen 2-Feldsporthalle mit Besuchertribüne liegt an der südöstlichen Gebäudeecke und nimmt so die beiden Richtungen für die Schüler von der Gneisenaustraße, sowie für den Vereinssport vom Parkplatz und dem Südring ausgesehen, auf. Die natürlich belichteten und belüfteten Umkleiden liegen im Erdgeschoss. Der innliegende Erschließungsflur wird ebenfalls über ein Oberlichtband natürlich belichtet. Die Tribünen im Obergeschoss, über dem Geräteräumen gelegen, erreicht man direkt über die Treppe vom Eingangsfoyer aus. Die Halle, als einfache Stahlkonstruktion für das Dachtragwerk vorgesehen, erhält im Erdgeschoss in Höhe der inneren Prallwand eine geschlossene zweischalige Klinkerfassade. Darüber sind für eine blendfreie, natürliche Belichtung an der Ost- und Westfassade durchlaufende Oberlichtbänder aus Industrie-U-Glasschalen mit transparenter Wärmedämmung vorgesehen.
    Die Halle kann über einen Sporthallenvorhang geteilt werden und ist entsprechend mit 2 Zugängen, 2 Geräteräumen sowie 2 Fluchtwegen vorgesehen.

    Konstruktion Schulbau/Kindertagesstätte
    Das Tragwerk des Schulgebäudes sowie der Kindertagesstätte wird durchgängig massiv ausgeführt. Das Gebäude wird konventionell mit tragenden Fassaden und tragenden Innenwänden konstruiert. Dabei ist der Einsatz von Halbfertigteilen für Wände und Decken gut möglich bzw. sinnvoll und wirtschaftlich. Die vorgesehenen Brüstungen sind tragend ausgebildet um auch größere Spannweiten zu überbrücken und somit innerhalb der Fassade flexible Gestaltungsvarianten sicher zu stellen. Sämtliche Decken werden als unterzugsfreie Flachdecken umgesetzt, um einen Konflikt mit der Medienführung auszuschließen. Das Flachdach wird analog den Regeldecken ausgeführt. Das Gebäude hat drei Vollgeschosse und ist nicht unterkellert. Durch die terrassierte Ausbildung und die Auskragung des 1. OGs über den Außenbereich am Haupteingang wird das Haupttragwerk in Stahlbeton konzipiert. Über dem Eingang werden wandartige Träger im Obergeschoss ausgebildet, die Ihre Lasten auf Stützen innerhalb der Glasfassade im Erdgeschoss ablasten. Die Gründung erfolgt über Streifen- und Einzelfundamente.
    Fassaden werden als zweischalige, hinterlüftete Klinkerfassade mit mineralischer Dämmeinlage vorgeschlagen (siehe Fassadenschnitt auf den Plänen).
    Die konventionelle Bauweise ermöglicht eine zügige und wirtschaftliche Realisierung. Sämtliche verwendeten Baustoffe sind robust und weitestgehend wartungsfrei.


    Konstruktion/Sporthalle
    Die Sporthalle als klassische Doppelsporthalle wird auf Geländeniveau ohne Unterkellerung geplant. Dabei werden Betonhohlwände auf der Fundamentplatte biegesteif eingebunden. Auf der geschosshohen, massiven Einrahmung wird dann eine „Haube“ als Stahlskelett aufgebaut. Stahl-Hohlprofile innerhalb der transluzenten Lichtbänder tragen Dachpfetten aus Walzprofilen. Es werden Hallenbinder in S235 mit rund 90cm Bauhöhe vordimensioniert. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Dachdeckung aus akustisch wirksamem, gelochtem Trapezblech hergestellt wird. Die Standardwalzprofile HEA800 werden leicht geneigt etwa mittig aufgetrennt und verschwenkt wieder zusammengefügt. Dadurch entstehen hoch wirtschaftliche, satteldachförmige Dachbinder. Der Aufbau kann dann konstant und einfach detailliert werden. Die Aussteifung erfolgt über Verbände aus Rundstahl.
    Die eingeschossigen Funktionsflächen werden wie das Schulgebäude selbst konventionell in Stahlbeton umgesetzt. Die Innenwände können hier bei Bedarf auch in Mauerwerk umgesetzt werden.
    Die Sporthalle wird als kfw-Effizienzhaus 55 ausgeführt. Dies erfolgt über einen hohen Dämmstandard, Dreifachverglasung in Passivhausqualität und durch den Einsatz hochwertiger haustechnischer Anlagen. Dabei wird vor allem der Eintrag passiver Energie optimiert und eine hohe Wärmerückgewinnung bei den Lüftungsanlagen sichergestellt.

    Energiekonzept / Nachhaltigkeit
    Ziel des Klima- und Energiekonzeptes ist es, ein Gebäude mit einer hohen Nutzungsqualität zu schaffen, für dessen Erstellung und Betrieb ein Minimum an Ressourceneinsatz erforderlich ist. Dabei liegt speziell bei pädagogischen Einrichtungen besonderes Augenmerk auf Schwerpunktthemen wie einer hohen Frischluftqualität, einer guten Tageslichtversorgung und hohem thermischen und akustischen Komfort.
    Das Klima- und Energiekonzept zeichnet sich durch folgende Konzeptelemente aus:
    - Hohe Eigenfunktionalität durch Optimierung des passiven Gebäudeverhaltens
    a.) Kompakte Baukörper
    b.) Leistungsfähige wärmebrückenoptimierte Dämmebene
    c.) 3-fach Wärmeschutzverglasung
    - Außenliegender beweglicher Sonnenschutz mit Lichtlenkfunktion für hohe Tageslichtqualität bei optimiertem sommerlichen Wärmeschutz
    - Estrich-Fußboden und tragende Wände als thermische Speichermasse, massive Betondecke hinter teiloffener Holzdecke teilweise thermisch wirksam
    - Sicherstellung der raumakustischen Qualität in abgehängter Holzdeckenlage
    - Passive Entwärmung durch Nachtluftspülung per Querlüftung über öffenbare Elemente in den Fassaden und Flurtrennwänden
    - Kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zu Versorgung der Klassenräume mit Frischluft
    - Beheizung über Fußbodenheizung, soweit erforderlich ergänzt um schlanke Plattenheizkörper
    - Nutzung des Wärmerücklaufs für die Niedertemperaturverbraucher (Bauteilaktivierung, Fußbodenheizung)
    - Gründächer, optional in Kombination mit Photovoltaik-Anlage zur solaren Stromerzeugung
    - Wassersparende / wasserlose Sanitärausstattung

    Freiflächenkonzept
    Öffentliche Freiflächen - Das Freiflächenkonzept folgt den räumlichen Vorgaben des Masterplanes und entwickelt diese weiter. An der Schnittstelle zu den Grünräumen im Westen werden Wegeverbindungen geschaffen, die den Neubaukomplex an das Umfeld anbinden. Von Nord nach Süd staffeln sich öffentliche Freiräume, die den einzelnen Baukörper eine grüne Adresse geben. Baumgruppen auf dieser Platzfolge akzentuieren die Eingänge und schaffen Raum für Aufenthalt. Im Norden an der Kindertagesstätte werden die vorhanden Birken zu einem markanten und „heiteren“ Gründach entwickelt, dass den Kindern ein räumliches Zeichen setzt. Die Regionalschule erhält eine Baumgruppe aus Wildbirnen, diese charakterisiert den Vorplatz. Zusätzlich stehen Sitzmöbel zum Aufenthalt zur Verfügung. Auf dem Platz an der Turnhalle werden Platanen gepflanzt. Südlich der Plätze werden fußläufig der Bus- sowie Parkplatz angebunden. Eine lockere Baumgruppe schafft Distanz zur östlich angrenzenden Kleingartenanlage.

    Freifläche Kindertagesstätte - Diese Freiflächen liegen geschützt auf der Südseite des Hauses und sind mit den unterschiedlichsten Angeboten ausgestattet. Aktives aber auch beschauliches Spielen ist an besonnten und auch beschatteten Bereichen möglich. Eine Blütenstrauchpflanzung akzentuiert durch Bäume bewirkt eine angemessene Distanz zu den Freiflächen der Schule.

    Freifläche Regionalschule - Im Norden am Anknüpfungsbereich an die Kindertagesstätte werden die grünen Funktionen, wie Schulgarten und eine Spielwiese eingeordnet. An zentraler Stelle befindet sich der Schulhof. Dieser ist in unterschiedlich Bereiche gegliedert, gebäudenah ist ein aktives agieren auf befestigten Flächen möglich, der westliche Teil ist durch Bäume geprägt, die in großen Baumscheiben auf dem Platz stehen, hier sind besondere Aufenthaltsorte mit Baumbänken, Sitzschalen, Hängematten, etc. vorhanden um ein breites Spektrum an Aufenthaltsorten zu schaffen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.