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  • DE-33330 Gütersloh, DE-33334 Gütersloh
  • 05/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-327389)

Neubau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B 61 - Dalkepromenade - in Gütersloh


  • ein 2. Preis

    © Henchion Reuter Architekten

    Bauingenieure
    EiSat GmbH, Eisenloffel, Sattler + Partner, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: HENCHION REUTER ARCHITEKTEN, Berlin (DE), Dublin (IE)
    Landschaftsarchitekten: Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden (DE)

    Preisgeld
    8.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser wollen (Zitat) „eine zurückhaltende, zeitlose, jedoch durch konstruktive Präzision und Schärfe geprägte, robuste und prägnante Brücke“ als Trittstein in die Landschaft der Dalke- Promenade integrieren. Dies gelingt durch den sorgfältig aus einer klaren konstruktiven Grundhaltung - Sichtbarmachung des Kräfteverlaufs - entwickelten Brückenkörper: schlank an den weniger beanspruchten Auflagerbereichen, kräftiger, aber dennoch elegant in der Hauptöffnung und damit im Bereich der höchsten Beanspruchungen.

    Der veränderliche Stahlhohlkasten mit zur Hauptöffnung hin ansteigenden Trogwangen ist statisch-konstruktiv nachgewiesen und löst die gestellte Aufgabe optimal. Die Führung beziehungsweise Lage der Brücke löst sich von der Engstelle des nordöstlichen Dalkeufers, greift nicht in den Grünbestand und die Spielbereiche ein und kann nach Westen in einer flüssigen, an eine Sinusfunktion angelehnten Kurve fortgesetzt werden.

    Der Vorschlag, das Gefälle durchgehend auf 4 % zu begrenzen, ist funktional richtig. Die Höhe des Füllstabgeländers nimmt zur hochbeanspruchten Hauptöffnungsmitte hin ab; die korrespondierende Höhe des tragenden Querschnitts dementsprechend zu. Auch die Proportionen der Pfeiler verändern sich analog zu den zu bewältigenden Lasten.

    Breite und Trassenverlauf sind überschaubar und lassen keine Konflikte zwischen den Verkehrs-arten zu. Die Funktionalität überzeugt. Die aus wetterfestem Cortenstahl gefertigte Brücke erzeugt Investitionen von 2,9 Millionen €, sie dürfte nur geringe Unterhaltskosten mit sich bringen (lediglich der Verkehrsbahnbelag aus einer durchgefärbten Kunstharz-Dünnbeschichtung mit Quarzsandabstreuung (RHD-Belag) bedarf einer etwas intensiveren Wartung).

    Die vorgeschlagene Brückenlänge ist im Hinblick auf eine bequeme Bewältigung des Höhenunterschiedes gut gewählt. Der Entwurf stellt insgesamt einen höchst überzeugenden, im besten Sinne soliden, dennoch feinsinnigen Beitrag zur Lösung der gestellten Aufgabe dar.