loading
  • DE-87527 Sonthofen
  • 05/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-341779)

Ergänzende Bebauung Goethequartier in Sonthofen


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten GmbH, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: H2M Architekten / Ingenieure / Stadtplaner, Kulmbach (DE), München (DE)
    Tragwerksplaner: TRAGRAUM Ingenieure PartmbB vormals Dr. Kreutz+Partner BERATENDE INGENIEURE mbB, Nürnberg (DE), Oberschleißheim (DE), Bamberg (DE), Münnerstadt (DE), Regensburg (DE)
    Akustikplaner, Bauphysiker: Müller-BBM GmbH, Planegg/München (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Gelsenkirchen (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Köln (DE), Nürnberg (DE), Reutlingen (DE), Stuttgart (DE), Weimar (DE)
    Modellbauer: Peter Corbishley Modellbau, München (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der im Ideenteil angebotene Quartiersplatz in Verlängerung der Sudetenstraße mit dem siebengeschossigen Bestandsgebäude als Hintergrund und dem westlichen begrenzenden zweigeschossigen neuen Quartiershaus erscheint gut dimensioniert und nutzbar. Er schafft zusätzliche Räume für Freiraumaktivitäten im westlichen und südwestlichen Anschluss.

    Die viergeschossigen Neubauten im Realisierungsteil sind der vorgefundenen Situation angemessen. Die Kopfbauten in Verlängerungen der Nord-Süd-gerichteten Bestandszeilen verengen den Querschnitt der Goethestraße, die durch eine nicht lineare Führung verkehrsberuhigt wird. Die Versätze erscheinen aber zu monoton und erschweren eine Adressbildung der einzelnen Häuser. Andererseits wird diese durch die prinzipiell richtige, im Detail noch zu präzisierende Anordnung der Nebenräume (Müll, Fahrräder…) gestärkt.

    Eine gute Auffindbarkeit (Adressbildung) der Schallschutzbebauung in den nördlichen Baulücken ist gegeben. Lediglich die Kinderzimmer mit Bad – interessant: sie könnten mit eigenem Zugang als Jokerzimmer verwendet werden – am Hauszugang liegen ungünstig.

    Der Beitrag zur Parkierung im Ideenteil ist interessant: Es wird nicht in die Bestandsbauten eingegriffen. Die mögliche Verbindung mit der TG des Realisierungsteils ist geschickt gelöst. Letztere bringt allerdings Probleme im Hinblick auf die zukünftige Versorgung des Realisierungsteils mit Sparten mit sich. Die relativ vielen oberirdischen Stellplätze im Norden sind wirtschaftlich.

    Beide angebotene Haustypen weisen gut durchgearbeitete und strukturierte Grundrisse auf, die im Hinblick auf Erschließung, Konstruktion und Freiflächenbezug (Loggien) weitgehend sinnvoll erscheinen. Der Wohnungsmix entspricht in etwa den Vorgaben. Es werden keine Angaben zu rollstuhlgerechten Wohnungen gemacht, die barrierefreien Wohnungen sind prinzipiell gut organisiert, Abstellbereiche für Rollatoren sind teilweise nicht vorhanden.

    Die klar gegliederte Struktur der Häuser in „konventioneller“ Bauart steht im Zwiespalt zwischen gestalterischer Monotonie und wirtschaftlicher Bauweise.

    Die Arbeit stellt eine Grundlage für kostengünstigen Wohnraum dar und liefert städtebaulich einen guten Beitrag, der aber im Bereich der Straßenführung noch nicht überzeugt.