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  • DE-04103 Leipzig, DE-04315 Leipzig
  • 05/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-326168)

Neubau Schwimmhalle Ost und medizinisches Versorgungszentrum am Otto-Runki-Platz in Leipzig


  • 1. Preis Zuschlag

    Lageplan, © capattistaubach

    Landschaftsarchitekten
    capattistaubach Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Matthias Staubach , Tancredi Capatti

    Mitarbeit
    Thomas Steinborn, Ana Stifanic

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg (DE), Aachen (DE), Berlin (DE), Hamburg (DE)

    Preisgeld
    30.400 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf gliedert die Bauvolumina in zwei separate Baukörper – Schwimmhalle und Medizinisches Versorgungszentrum - die leicht zurückgesetzt von der Eisenbahnstraße entlang der Konstantinstraße bzw. der Neustädter Straße positioniert sind. Damit entsteht eine attraktive neue Adressbildung im Stadtteil. Die Eingänge zu Schwimmhalle werden sinnvoll im neu entstehenden Zwischenraum zwischen den Gebäuden eingeordnet.
    Mit der Anordnung der Technikgeschosse im zweiten Obergeschoss des Schwimmbades wird ein skulpturaler Baukörper konzipiert, der sich gut in den städtebaulichen Kontext einfügt. Die zeitlose und klare Formensprache des Gebäudes wird begrüßt. Kritisiert werden die großen Glasflächen hin zur Eisenbahnstraße, die eine nicht erwünschte Sichtbarkeit in den Schwimmhallenbereich ermöglichen. Der mögliche Erhalt des Biotops wird in der vorliegenden Planung überwiegend kritisch eingeschätzt. Nicht ganz überzeugen kann das Gebäude des Medizinischen Versorgungszentrums, das städtebaulich einen wichtigen Standort an der östlichen Grundstücksfläche besetzt, aber räumlich (Gebäudehöhe) und gestalterisch (Fassade) eher unentschlossen wirkt.
    Durch die Positionierung der Gebäudekörper entsteht im Südosten ein großzügiger Freiraum. Die Fläche wird jedoch nahezu vollständig von Parkplätzen belegt, Möglichkeiten zu Aufenthalt und weiterer Freiraumnutzung sind nicht erkennbar.
    Begrüßt wird der großzügige Bereich des Schwimmbades im Innenraum, der über das Dach indirekt belichtet wird und über die Glasfassaden nach Westen eine – an dieser Stelle durchaus gewünschte - visuelle Interaktion mit dem Außenraum ermöglicht. Generell wird die Funktionalität des Schwimmbadbereiches anerkannt. Jedoch ist die Positionierung des Schwimmmeisterraumes zu überprüfen und ein Sichtbezug vom Foyerbereich zum Kleinschwimmerbecken sollte hergestellt werden. Für die mit einer mobilen Wand vorgeschlagene Abtrennung des Sportschwimmbeckens sollte eine überzeugendere Lösung gefunden, im Startbereich Wärmebänke eingeordnet werden. Die Tiefen des Hauptbeckens sind auf 1,80 m, des Nichtschwimmerbeckens auf 1,35 m zu korrigieren. Die Funktionsbereiche der Garderoben- und Umkleidebereiche resp. Barfußgänge müssen im Detail verbessert werden, ebenso die fehlende Einstiegstreppe ins Sportschwimmbecken.
    Insgesamt bietet der Entwurf eine stadträumlich, architektonisch und funktional sehr gute Lösung, die für die gebotene Bauaufgabe – auch in einer möglichen Phasenentwicklung – eine überzeugende Grundlage bietet.