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  • DE-68161 Mannheim, DE-68259 Mannheim
  • 05/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-326868)

Entwicklung des Epiphanias-Areals in Mannheim - Feudenheim


  • 1. Preis

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    Investoren
    Evangelische Stiftung Pflege Schönau, Heidelberg (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Storch + Federle Freie Architekten Partnerschaft mbB, Mannheim (DE)

    Preisgeld
    13.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Mit nur zwei Baukörpern längs der Andreas- Hofer und der Arndtstraße wird das Grundstück bebaut. Mit dieser Setzung bleibt der baumbestandene Grünraum in seiner heutigen Form erhalten. Mit großer Konsequenz schlagen die Verfasser ein ökologisch ausgerichtetes Ensemble vor, welches darauf verzichtet, sich am städtebaulichen und architektonischen Umfeld zu orientieren. Vielmehr wir eine unverwechselbarer Ausdruck gesucht, der seine Kraft aus einer eigenen Formensprache entwickelt.
    Sowohl durch die Baukörperausformung, die mit einer bewegten Form den Erhalt aller Bäume ermöglicht, als auch durch die Holzkonstruktion, und die Haustechnik (PV- Dach, Pellet- Heizung, Ladestation für E- Autos) wird dem ökologischen Anspruch Rechnung getragen. Die Verfasser formulieren den Willen, ein nahezu klimaneutrales Haus zu errichten.
    Bis auf das Maisonetthaus in der Südwestecke des Grundstücks werden die Wohnhäuser jeweils mit nur einem Erschließungskern erschlossen. Dies unterstreicht die Adressbildung dieser ungewöhnlichen Häuser. Die dadurch entstehenden 4 -6 Spänner müssen mit den Nachteilen dieser Erschließungsform leben: dunkle Flure, keine Querlüftung, einseitige Ausrichtung von Wohnungen. Besonders positiv ist hervorzuheben, dass sich der Investor bereit erklärt, die Hälfte der Wohnungen als bezahlbare Mietwohnungen an den Markt zu bringen.
    Die Erschließung sowohl der Wohnungen als auch des Kindergartens erfolgt richtigerweise straßenseitig. Ein kleiner Weg trennt die Kirche vom Freibereich der beiden Häuser. Um dem Gartenbereich eine gewisse Intimität zu geben und um den Baumerhalt zu garantieren, ist dessen Niveau leicht abgesenkt. Die Tiefgarage wird von der Nadlerstraße angefahren. Durch die Lage der Abfahrtsrampe hat das Maisonetthaus keinen Grünraum und ist von Verkehr umgeben. Die Stellplätze östlich der Kirche befinden sich auf einer städtischen Grünfläche und sind daher nicht akzeptabel.
    Die Fassadengestaltung mit einer schrägen Holzverschalung setzt den spezifischen Entwurfsansatz auch in den Ansichten fort. Nicht überzeugen können die Glasfugen. Um den architektonischen Ausdruck zu stärken, wäre wünschenswert, die Dachschrägen deutlicher auszuformulieren.
    Mit diesem ungewöhnlichen Haus könnte Feudenheim einen attraktiven Stadtbaustein erhalten, der zeigt, wie ein ökologischer Anspruch konsequent in Architektur umgesetzt werden kann.


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