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  • Preisgruppe 1. Wettbewerbsstufe

    Perspektive, © Octagon | ISSSresearch&architecture | Studio RW

    Architekten
    ISSS research | architecture | urbanism, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Stephan Schwarz , Ingrid Sabatier

    Mitarbeit
    Benedikt Stoll

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: OCTAGON Architekturkollektiv, Leipzig (DE)
    Landschaftsarchitekten: STUDIO RW | Landschaftsarchitektur, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Projekt besticht durch eine rhythmische und gut organisierte Verzahnung zwischen Park und Bebauung. Dadurch entstehen ablesbare Quartiere, die die Auslobungsidee der kompakten Nachbarschaften erkennen lässt. Jedes dieser Zentren bekommt eine grüne Mitte, an der auch die Parkhäuser liegen. Diese Kombination verspricht interessante Wechselwirkungen an Nutzungen und kann eine Art infrastrukturelles, aber auch soziales Zentrum werden. Ein klares neues Zentrum entsteht, richtig platziert, um die Straßenbahnhaltestelle. Dadurch gelingt es, auch die Anbindung nach Haunstetten über eine Allee und die Anordnung der sozialen Infrastrukturen in diesem Ost-West-
    Band herzustellen. Um das Zentrum selbst sind die wesentlichen Mischnutzungen platziert, was diesem autofreien Raum eine hohe Aufenthaltsqualität geben kann. Gelungen ist auch die Verortung der Gewerbegebiete, zum einen im Norden, zum anderen zwischen den zwei Wohnclustern im Süden. Auch hier gelingt eine Antwort auf die Frage nach der Nähe von Wohnen und Arbeiten, ebenfalls ein Anspruch aus der Auslobung. Unterschiedlich wurde der Übergang der Siedlung in den Park diskutiert, hier erscheint ein Auslaufen der Bebauung in immer kleinere Wohnformen zu indifferent.

    Zudem ist insgesamt die Wohndichte zu erhöhen, die im Vergleich zu anderen Arbeiten mit am
    niedrigsten liegt.

    Der Landschaftspark arbeitet mit den richtigen Mitteln und mit einer logischen Zonierung. Die
    Niederterrasse im Anschluss an die Bebauung wird als intensiv genutzter Park gesehen, der viele traditionelle Parknutzungen (Erholung, Bewegung, etc.), aber auch neue produktive Ansätze wie Regenwassermanagement, Grauwasserreinigung oder Nahrungsmittelproduktion aufnimmt. Die Böschung in Form eines Gräserbandes zu pointieren ist interessant, in der weiteren Bearbeitung jedoch auszudifferenzieren. Ebenso sollte die Hochterrasse stärker differenziert werden, um Potential für Ausgleichsflächen/Habitate zu ermöglichen.
    Das Regenwasserkonzept ist durchgängig und nachvollziehbar, interessant ist auch das angedeutete Konzept zu Stoffkreisläufen (Wasser, Abwasser, Biomasse zu Energie).

    Die Erschließungen der Cluster sind jeweils Insellösungen. Das schafft Orientierungsprobleme. Problematisch wird dies u.a. auch im südlichen Cluster, der nur über die Föllstraße erreichbar ist. Hier muss eine Anbindung nach Osten z.B. über die Brahmsstraße ergänzt werden. Von der Anbindung an die B17 über die Föllstraße profitiert deshalb auch nur der südliche Cluster, zudem ist diese Anbindung voraussichtlich nicht realisierbar. Auch die Erschließung des Quartiers südlich des Zentrums erfolgt ausschließlich über die Bürgermeister-Rieger-Straße und wird dadurch zum Nadelöhr. Die Sportflächen auf der Hochterrasse sind nur über Radwege erschlossen, das ist konsequent und aufgrund der nahen Quartiersgaragen denkbar.
    Positiv ist der Umgang mit dem ruhenden Verkehr zu bewerten. Ausreichend dimensionierte
    Parkgaragen sind jeweils an den Erschließungsstraßen platziert und multifunktional ausgelegt.


INFO-BOX

Angelegt am 16.07.2019, 17:39
Zuletzt aktualisiert 17.02.2020, 12:38
Beitrags-ID 4-177188
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