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  • DE-01979 Lauchhammer, DE-01979 Lauchhammer
  • 07/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-329557)

Neubau Rathaus in Lauchhammer


  • 4. Preis

    © CODE UNIQUE Architekten GmbH

    Architekten
    CODE UNIQUE Architekten, Dresden (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Martin Boden-Peroche , Volker Giezek

    Mitarbeit
    masafumi oshiro, Patrick Wenske, Lea Prieur, Dominic Geppert

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: RSP Freiraum GmbH, Dresden (DE)

    Preisgeld
    6.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    STÄDTEBAULICHE EINORDNUNG

    Das städtebauliche Konzept der Arbeit besteht aus vier zweigeschossigen Einzelgebäuden, deren Grundrisse so zu einander verschoben und durch eingeschossige Bauteile verbunden sind, dass vier hofartige Freiräume – davon zwei geschlossene – in angemessener Größe entstehen.

    Die Gebäudeanordnung führt zu einer sehr flächenhaften Überbauung des Plangebiets, die zu einem hohen Versiege¬lungsgrad führt.

    FUNKTION

    Die Grundrisskonstellation ermöglicht eine gute Orientierung im Gebäude, eine gute Belichtung der Räume und attraktive Beziehungen zwischen Arbeitsplätzen und Freiräumen. Die monotone Gliederung der Baukörper wird jedoch der Funk¬tionsdifferenziertheit des Gebäudes nicht gerecht.

    Die Verteilung der einzelnen Verwaltungsbereiche in jeweils einen Baukörper ist einerseits zu würdigen, anderseits ist dadurch die notwendige Flexibilität eingeschränkt.

    Die Dachlandschaft besteht aus Satteldächern, die sich nachvollziehbar parallel zu den überwiegend traufständigen Gebäude an der Wilhelm-Pieck-Straße orientieren. Am teilweise zweigeschossigen Foyer ist einfach und logisch im 1. Obergeschoss der Ratssaal angeordnet, der den Luftraum des Daches geschickt ausnutzt. Warum die anderen Gebäudeteile die gleichen Dachlufträume aufweisen, die eher kleinräumlich strukturiert sind, kann grundsätzlich nicht nachvollzogen werden. Auch der Umgang mit der Geländetopografie wird kontrovers diskutiert, bei dem vorgeschlagenen Absenken auf ein einheitliches Grundflächenniveau werden aus Sicht der Jury Chancen vertan.

    ARCHITEKTUR

    Abgesehen vom sehr flächenhaften Gesamtensemble fügen sich die einzelnen zweigeschossigen Gebäude in den Kon¬text ein. Hochfassaden, Traufhöhen und Ziegel¬außenwände wirken maßstäblich.

    Das nahezu vollständige Auflösen der Erdgeschosse durch Glasfassaden kann gestalterisch und funktionell nicht über¬zeugen. Die Gebäude machen einen schwebenden Eindruck. Die transparente Gestaltung differenziert nicht zwischen Foyer, Beratungsraum und Bürozeile.

    FREIRAUM

    Der geringe Anteil an Vegetationsfläche lässt wenig grünräumliche Gestaltung zu, die zum Teil außerhalb des Wettbe¬werbsgebiets angeordnet wurde. Die Einordnung eines Nadelbaums ist untypisch für das lokale Stadtgrün.

    WIRTSCHAFTLICHKEIT UND NACHHALTIGKEIT

    Bis auf den Hinweis zur Nutzung der Fernwärme und ggf. Geothermie gibt es keine weiteren Erläuterungen zum energe¬tischen Konzept. Zumindest ist ein angemessener Technikraum vorgesehen.

    Für die gestellte Aufgabe leistet die Arbeit dahingehend einen Beitrag als ein guter ortsgemäßer Grundbaustein gefunden wurde, der jedoch in seiner seriellen Verwendung am konkreten Ort letztlich nicht überzeugen kann.