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  • DE-45127 Essen, DE-45133 Essen
  • 09/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-330296)

Neugestaltung des Regattabereiches am Baldeneysee in Essen


  • Anerkennung

    Masterplan, © behet bondzio lin architekten, Planergruppe GmbH Oberhausen

    Architekten
    behet bondzio lin architekten, Münster (DE), Leipzig (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Planergruppe GmbH Oberhausen, Essen (DE)
    Architekten: SHA Scheffler Helbich Architekten GmbH, Dortmund (DE), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    MASTERPLAN | INTENTION

    Mit dem Entwurf des Masterplans wird der Stadt Essen eine Vision für die zukünftige Entwicklung des Regattabereiches am Baldeneysee aufgezeigt, und gleichzeitig für die Erstellung der Tribüne ein konkreter erster Bauabschnitt definiert. Das übergeordnete Leitbild für den Masterplan ist die Schaffung einer neuen Landschaft, von der aus der Baldeneysee erlebt werden kann. Eine neue `landschaftlich gestaltete Topografie´ verknüpft die Gebäude und den Außenraum miteinander.
    Entscheidende Voraussetzung ist dabei das `Ausblenden´ der flächenverbrauchenden Funktion des Parkens, die von einer `Erlebnislandschaft´ als multifunktional nutzbarer Freiraum mit ergänzenden Sport-, Spiel- und Erholungsprogramm überdeckelt wird, um die unterschiedlichen funktionalen Anforderungen des Ortes miteinander zu verknüpfen.
    Von hier aus faltet sich die Tribüne nach unten zum Wasser. So werden Tribüne, Eingangsgebäude, Ruderleistungszentrum und die `Erlebnislandschaft´ in der finalen Ausbaustufe zu einer multifunktionalen Einheit. Der See ist von überall aus ungehindert erlebbar.
    Mit den weiteren neuen Hochbauten Olympiastützpunkt, Ankerschuppen, Ersatzflächen und Übernachtungsmöglichkeiten, wird das bestehende Regattahaus wie selbstverständlich in die Logik der vorgeschlagenen Struktur eingebunden.

    ENTWURF

    Im Kreuzungsbereich der Freiherr-vom-Stein-Straße mit der Zufahrt zum See wird ein großzügiger sich zum Wasser aufweitender „Seeplatz“ geschaffen, der die Blicke unverstellt zum Wasser lenkt. Der Regattaturm wird freigestellt und in Szene gesetzt. Gleichzeitig werden die Zugangswege zum Ufer deutlich entflochten und insbesondere hinsichtlich der Barrierefreiheit verbessert.
    Die Fahrradfahrer auf dem Rundweg um den See werden im Zufahrtsbereich durch eine Unterführung geleitet. Da der Fahrradweg im Bestand bereits tiefer liegt als die Umgebung ist diese Maßnahme durch eine einfache Rampenlösung möglich. Eine weitere flache Rampe führt vom Radrundweg auf den Seeplatz.
    Die Fußgänger, die von der S-Bahn und dem Hügelpark kommen werden östlich der alten Zufahrt über eine Fußgängerbrücke auf das erhöhte Niveau der Multifunktionsebene geführt. So gelangen sie ohne den Fahrradverkehr und den MI-Zufahrtsverkehr zu kreuzen zum Freizeitbereich. Vom Sportdeck aus führt ein Aufzug im Gastronomiegebäude barrierefrei zum Seeufer.
    Der ruhende Verkehr kann mit 300 Stellplätzen vollständig im überdeckten Bereich untergebracht werden. Für Wohnmobile, Fahrzeuge mit Anhängern oder zum Abstellen von Bootstrailern finden sich zusätzlich temporäre Stellplätze in den begrünten Bereichen zwischen Tribüne und Regattahaus.
    Die erforderlichen Fahrradstellplätze werden zum größten Teil im Bereich des Seeplatzes sowie dezentral den einzelnen Gebäuden zugeordnet angeordnet.
    Das Dach des Parkplatzes wird so gestaltet, dass es multifunktional nutzbar ist. Eine große mit Schotterrasen begrünte Festwiese kann bei Veranstaltungen für temporäre Gastronomie, als Aufstellort für eine Bühne oder Verkaufsstände genutzt werden. Die Wiese kann bei Bedarf auch zum Zelten genutzt werden. Eine befahrbare Rampe führt auf das Dach und dient der Andienung. Platz zum Bolzen sowie Angebote für Beachvolleyball und Aufenthalt dienen als Freizeitangebot für die angereisten Sportler und die Erholung suchenden Bürger.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.