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  • 3. Preis

    © pbr Planungsbüro Rohling AG / WGF Nürnberg

    Architekten
    pbr Planungsbüro Rohling AG, Osnabrück (DE), Jena (DE), Berlin (DE), Frankfurt am Main (DE), Braunschweig (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Magdeburg (DE), Düsseldorf (DE), München (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: WGF Nürnberg, Nürnberg (DE)

    Preisgeld
    30.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Überarbeitungshinweise wurden aufgenommen und in die neue Planung eingearbeitet.

    Die städtebauliche Grundkonfiguration mit drei polygonalen Baukörpern wurde grundsätzlich beibehalten. Der Baukörper der Grundschule wurde stark verändert und dadurch ergeben sich auch andere außenräumliche Zusammenhänge. Der Schulhof der Grundschule wird in seiner Form zerklüftet, verliert Klarheit und es entstehen unerwünschte Gassen und Trennungen. Die gewünschte „Öffnung zum 3. Bauabschnitt und dessen Schulhof im Osten“ wird zwar verwirklicht, aber das Ergebnis ist nicht überzeugend.

    Die gewünschte „eindeutige Erkennbarkeit und Ablesbarkeit der Zugänge auch aus dem Straßenraum“ ist erfüllt. Die Lage der Fahrradstellplätze dicht an der Fassade der Mensa wird kritisch gesehen.

    Das Foyer gewinnt durch die Auslagerung der Sanitärbereiche an Klarheit als Mitte des Schulgebäudes. Trotzdem bleiben die Innenräume im Allgemeinen durch eine fehlende Strukturierung und teils merkwürdigen Zuschnitten sehr konfus und unruhig.

    Die Erschließung der Grundschule von Innen und von Osten ist funktional kritisch, da alle Obergeschosse über das Erdgeschoss-Cluster erschlossen werden. Die Idee von einer Stillen Mitte, wo die verschiedenen Räume um eine gemeinsame Mitte angeordnet sind, wurde nicht aufgegriffen. Die drei Grundschul-Geschosse sind lediglich nur durch die zwei Treppenhäuser verbunden, und bieten sonst keine zusätzlichen räumlichen Zusammenhänge.

    Die Erschließung der Realschule vom Foyer aus ergibt eine offene und verbesserte Situation. Bei dem Rettungswegkonzept wurde die Bildung von Nutzungseinheiten in Kombination mit einem vollständigen Rettungsbalkon nicht verstanden. Grundsätzlich sind die Cluster der Schulen gut organisiert um eine „Linsen“-förmige Mitte. Leider bleiben Erschließungs- und Differenzierungsflächen sehr introvertiert und es fehlt der direkte Bezug ins Freie. Die Belichtungssituation der Cluster ist immer noch bei beiden Schulen kritisch zu sehen. Die Zusatzbelichtung über kurze Flure bei der Realschule reicht nicht aus um eine Verbesserung zu erzeugen. Die Positionierung der Materialräume wirkt sich auch für die Belichtungssituation der „Stillen Mitte“ negativ aus.

    Die wirtschaftlichen Kenndaten der Arbeit liegen im oberen Bereich und insgesamt stellt die Arbeit im Ergebnis einen guten und ambitionierten Beitrag zur Erfüllung der Aufgabenstellung dar.