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  • 3. Preis

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    Bauphysiker, Energieplaner
    ee concept gmbh, Darmstadt (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Sinning Architekten, Darmstadt (DE)
    Architekten: mtp architekten gmbh Martin Rudolf, Nana Busch, Frankfurt am Main (DE)
    Landschafts- / Umweltplaner: Sommerlad Haase Kuhli - Landschaftsarchitekten, Gießen (DE)
    Tragwerksplaner: osd - office for structural design, Frankfurt am Main (DE), Hamburg (DE)

    Preisgeld
    30.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Kernstück des Entwurfes ist die zentrale Halle. Sie bildet einen attraktiven, multifunktionalen Eingangsbereich, an den sich die Aula, Pausenhalle, Mensa und Foyer angliedern. Das Foyer ist nach oben offen und aus allen Geschossen einsehbar. Gleichzeitig bildet die zentrale Halle das Scharnier zwischen Eingangsplatz und Schulhof. Der Eingangsplatz ist durch eine Aufweitung großzügig bemessen und nimmt den Bewegungsfluss von der Straßenbahnhaltestelle wie selbstverständlich auf.

    Von der Zentralen Halle geht es nach Osten auf kurzem Wege auf den Schulhof, an den auch die Mensa sehr sinnvoll angelagert ist, deren Bestuhlung in den Außenraum erweitert werden kann.

    Die Aula ist flexibel in die zentrale Halle zu erweitern, über eine andere Ausrichtung der Bühne sollte für diesen Fall allerdings nachgedacht werden. Die direkte Anordnung des Musikraumes an die Aula wird positiv gesehen.

    Die Außenwirkung und gestalterische Qualität der Fassade ist für die Jury schwer einzuschätzen, Modell und Ansichten sprechen eine unterschiedliche Sprache. Hier wäre eine klarere Aussage wünschenswert gewesen.

    Das pädagogische Konzept sieht vor, die Klassenräume in drei nach Süden orientierten „Fingern“ zu clustern. Jeder Finger ist auf sinnvolle Weise bestimmten Jahrgangsstufen zugeordnet. Zwischen den Fingern entstehen ruhige Hofsituationen (keine Pausenhöfe!) mit Arbeitsmöglichkeiten im Freien. Auf diese Weise werden Schallemissionen zum südlich angrenzenden Wohngebiet minimiert. Die Fachräume orientieren sich nach Norden zum Schulhof (günstig für den Kunstunterricht) und sind pädagogisch sowie funktional schlüssig angeordnet.

    Die Verwaltungsräume, das Lehrerzimmer und die Bibliothek befinden sich an zentraler Stelle im 1. OG und sind damit für alle sehr gut erreichbar. Auch die Sporthallen sind nördlich an die zentrale Halle angeordnet und schnell zu erreichen. Gleichzeitig ist über einen separaten Eingang eine Trennung des Sportbetriebes möglich.

    Der Umgang mit den zwingend zu erhaltenden Bestandsbäumen wird in Grundriss und Modell nicht klar. Im Süden scheinen alle erhalten worden zu sein, nördlich der Laufbahn dagegen nur wenige Bäume. Positiv hervorzuheben ist der Erhalt der Bäume entlang der Theodor-Heuss-Straße sowie einiger Bäume auf dem Schulhof. Der Schulgarten incl. Bestandsbäumen ist sehr gut positioniert. Sehr kritisch zu sehen ist die Schließung der Kaltluftschneise im Süden des Geländes.

    Städtebaulich überzeugt der Entwurf durch die Abschirmung zur Theodor-Heuss-Straße, die gelungene Ausrichtung zur Straßenbahnhaltestelle, die lärmarmen Nutzungen zurWohnbebauung im Süden und die Ausrichtung des Schulhofes sowie der Sportflächen zum Landschaftsraum im Osten.