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  • DE-76137 Karlsruhe, DE-76189 Karlsruhe
  • 11/2019
  • Ergebnis
  • (ID 2-341273)

Neubau von Wohngebäuden im Zanderweg in Karlsruhe


  • Anerkennung | Realisierungsteil

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Modersohn & Freiesleben, Berlin (DE)

    Preisgeld
    9.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebaulich schlagen die Verfasser eine im ersten Moment aufgrund der Größe der Hufeisenförmigen Baustrukturen überraschende Lösung vor. Der zweite Blick auf den Strukturplan zeigt jedoch wie gekonnt die beiden Bausteine zwischen den im Osten angrenzenden Baufeldern und den südlichen Zeilenbauten der Nachkriegszeit vermitteln. Die versetze Gebäudestruktur erlaubt zudem die überwiegende Orientierung der Wohnungen nach Westen. Die gewünschte Wegebeziehung aus dem Karpfenweg in Richtung Fritschlach kann aufgrund dieser Entscheidung ganz selbstverständlich erfolgen. Die klare städtebauliche Setzung gewährleistet eine eindeutige Unterscheidung zwischen öffentlichen, privaten und halböffentlichen Räumen. Die Zonierung der Freiräume ist sehr sinnvoll. Die leichte Überschreitung der Baufluchten erscheint heilbar. Die Genehmigungsfähigkeit nach §34 BauGB wird aufgrund der Großformen im Preisgericht kritisch gesehen.
    Die Erschließung der Wohneinheiten erfolgt über Zwei-, Drei- und an den östlichen Enden der Hufeisen auch als Vierspännertypologien. Grundsätzlich erhalten die Gebäude ihre Adresse außen an den öffentlichen Erschließungsräumen und binden in die halböffentlichen Höfe ein. Bei 8 Treppenhäusern im 1. Bauabschnitt und den erforderlichen Aufzügen entsteht ein erheblicher Erschließungsaufwand. Die Treppenräume sind durch die versetzten Gebäudekörper jedoch immer natürlich belichtet und belüftbar. Die Lage der Erschließungselemente in den nördlichen Flügeln sollten überprüft werden.
    Die hohe Grundrissqualität der durchgesteckten Wohnungen mit überwiegend natürlich belüfteten Bädern und die grundsätzlich nach Westen orientierten privaten Freisitze bieten aus wohnungswirtschaftlicher Sicht ein sehr gutes Angebot unter weitgehender Einhaltung der Vorgaben zum Wohnungsmix. Die Fassaden mit einem angemessen Öffnungsanteil lassen eine sehr gute Gebrauchstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit erwarten.
    Die angebotene Lösung zur Tiefgarage bei den Zufahrten vom Zanderweg und dem dadurch bedingten Eingreifen in den halböffentlichen Hof wird von der Jury kritisch gesehen. Auch die Verbindung der beiden Teile der Garagen des 1. und des 2. Bauabschnittes wäre zu überdenken.
    Die Gesamtzahl der Wohnungen und eine leicht überdurchschnittliche BGF im Teilbereich A lassen die Wirtschaftlichkeit der anstehenden Gesamtinvestitionen plausibel erscheinen. Sowohl die vorgeschlagene monolithische Dämmziegelbauweise als auch die robusten Außenanlagen deuten zudem auf angemessene Erstellungs- und Unterhaltungskosten hin.
    Insgesamt ist die angebotene Lösung ein eigenständiger durchdachter Beitrag zur gestellten Aufgabe.


INFO-BOX

Angelegt am 19.11.2019, 11:44
Zuletzt aktualisiert 19.11.2019, 19:32
Beitrags-ID 4-183184
Seitenaufrufe 26