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  • DE-25938 Wyk auf Föhr
  • 01/2020
  • Ergebnis
  • (ID 2-341278)

Neubau eines Hotels und eines Freizeitbades mit Kurmittelhaus in Wyk auf Föhr


  • ein 3. Preis

    © Gössler Kinz Kerber Kreienbaum Architekten PartG mbB / ELBBERG Stadtplanung Kruse und Rathje PartG mbB /BHF Bendfeldt Herrmann Franke LandschaftsArchitekten GmbH

    Architekten
    Gössler Kinz Kerber Kreienbaum Architekten PartG mbB, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Bernhard Gössler , Daniel Kinz , Felix Schippmann

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: ELBBERG Stadtplanung Kruse und Rathje PartG mbB Architekt und Stadtplaner, Hamburg (DE)
    Landschaftsarchitekten: BHF Bendfeldt Herrmann Franke LandschaftsArchitekten GmbH, Kiel (DE), Schwerin (DE)

    Preisgeld
    23.750 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen zwei annähernd quadratische, leicht versetzte Volumen an der
    Strandpromenade vor. Die Gebäude sind von der Promenade abgerückt und bilden einen
    urbanen Vorbereich, der in seiner Größe und Ausformulierung in Bezug zur Angemessen
    heit auf den Ort durchaus kritisch gesehen wird. Die beiden Bauvolumen werden auf einer
    erhöhten Ebene +7,20m üNN angeordnet, so dass nur geringe zusätzliche Maßnahmen
    zum Hochwasserschutz erforderlich sind.
    Positiv wird bewertet, dass die Arbeit als Einzige die Erschließung von Hotel und Aquaföhr
    auf einer Ebene anbietet. Die Anlieferung erfolgt funktional gut gelöst von der tieferliegen-
    den Parkplatzebene aus, was jedoch mit zusätzlichem Bauvolumen erkauft wird.

    Der Eingangsbereich und die Funktionen im Erdgeschoss mit den Umkleiden und der
    Badeplatte sind insgesamt gut und übersichtlich strukturiert. Das Kinderbecken hat leider keinen direkten Sichtbezug nach außen und die angeschlossene Gastronomie ist zu klein dimensioniert.
    Das Lehr- und Kursbecken lässt sich, wie gefordert räumlich separieren.
    Durch einen Funktionsriegel ist dieser Bereich vom Wellen- und Thalassobecken getrennt,
    was im Betrieb erhebliche Nachteile mit sich bringt, da zusätzliches Personal für die Aufsicht erforderlich ist.
    Die Rutsche ist mit ihrer Lage zum südlichen Nachbarn nicht ideal angeordnet. Der Lande
    bereich befindet sich zudem in räumlicher Nähe zum Thalassobecken, sodass hier Konflikte durch Geräuschentwicklungen zu erwarten sind.
    Die in einem separaten Gebäude vor dem Bad angeordnete Gastronomie ist eine interessante Idee zur Belebung des Platzes, kompensiert jedoch nicht die im Inneren des Aquaföhr zu klein dimensionierten Angebote.

    Der im 1. OG angeordnete Gesundheitsbereich weist nicht belichtete Räume auf, die den
    Arbeitsstättenrichtlinien widersprechen. Die Anordnung des Bademantelgangs im 2.OG
    wird positiv bewertet, da so eine ausreichende Durchgangshöhe unter dem Gang realisiert
    werden kann. Die Dachterrassen in diesem Geschoss lassen reizvolle Ausblicke auf die
    Nordsee erwarten.
    Mit der vorgeschlagenen Fassade aus Keramikelementen und den Holzbinderkonstruktionen über der Badeplatte wurde eine angemessene Architektur vorgeschlagen.
    Die Arbeit ist ein wertvoller Beitrag, liegt aber in ihren Flächen erheblich über den Mittelwerten und in den zu erwartenden Baukosten im obersten Bereich.