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  • DE-65195 Wiesbaden
  • 04/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-10061)

Neubau der Comeniusschule


  • 2. Preis

    innenraumperspektive

    Architekten
    architektei mey gmbh, Frankfurt am Main (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    mitarbeiter: peter ritter annette breuer tatjana oebbeke, modellbau: anselm baumann anette breuer

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: heintze.landschaftDrei, Konstanz (DE)

    Erläuterungstext
    der entwurf basiert auf der ausformung von zwei baukörpern die nach außen einen schützenden charakter entwickeln indem sie der metapher der umschließenden hand folgen. gleichzeitig öffnen sie sich über große glasflächen zu vorgelagerten aussenbereichen. die internen treppen verbinden die identifikationsstiftenden klassencluster mit alterspezifischen pausenflächen. ein- und ausblicke entlang der achse wechseln in den oberschossen zwischen vorgelagerten klassenfluren mit hoher aufenthaltsqualität und aussenräumen.
    im erdgeschoß liegen alle räume die von der schulgemeinschaft genutzt werden. mensa, aufenthaltsraum und das foyer lassen sich zu einem großen veranstaltungs-bereich zusammenschalten. vorgelagerte terrassendecks und aussenbereiche lassen ein raumkontinuum vom westlichen eingangsbereich bis zum östlich gelegenden schulhof entstehen. eher geschlossen wirkende aussenwände des sockelgeschosses in glasfaserbeton wechseln sich mit geschosshohen verglasungen ab.
    der aussenbereich gliedert sich in drei teilbereiche: je einem baukörper des neubaus und dem altbau wird eine separate pausenfläche zugeordnet.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    die städtebauliche leitidee basiert auf zwei klar strukurierten kuben, deren verknüpfung über eine gläserne halle gut gelingt. die räumliche beziehung zum bestand ist lediglich über einen erdgeschossigen gang gegeben. die nachrangigkeit verstärkt sich durch eine unterirdische verbindung. die städtebauliche setzung von 3 -geschossigen solitären zu dem 1-2 geschossigen linearen bestand stellt einen kontrast der räumlichen proportionen dar, die kontrovers beurteilt werden.
    die strukturierung der freiflächen zeichnet sich durch ein hohes maß an differenzierung in verschiedene nutzungszonen aus und vermag die verbindung selbstverständlich zu sichern.
    die adressbildung der schule gestaltet sich in gleichem maße offen wie einladend. die funktionale grundstruktur basiert auf einer schlüssigen und kompakten gliederung. mensa und foyer spannen sich räumlich offen zwischen schulhof und gartenbereich. in dieser durchdringung entfoltet sich eine hohe räumliche qualität, die im dialog mit den gemeinschafltichen flächen kommunikation und austausch verspricht.
    auf den einzelnen ebenen entwickeln sich hufeisenförmig \"heimatbereiche\", die günstige lernvoraussetzungen bieten. der räumliche maßstab der ebenen gewährt für förderschüler sehr gute orientierung und identifikation. in allen ebenen öffnen sich blickbeziehungen in die freibereiche.
    die baustruktur als stahlbetonpassivbau mit wdvs und die kompakte konfiguration ist wirtschaftlich positiv zu bewerten.
    das projekt zeichnet sich durch eine gelungene balance zwischen freiraumgestaltung und innenstruktur der baukörper sowie in der individuellen raumstruktur aus.