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  • Teilnahme


    Architekten
    SPAP// Architektur / Stadt / Landschaft _ BDA DASL, Dortmund (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    ´FinanzCampusPark München´ -

    Das gesamte Areal wird als „Park“ begriffen.
    Einfache, kubische Bauten in einer großzügigen Parksituation bilden ein differenziertes und offenes, Gebäudeensemble und definieren somit auf sehr zurückhaltende, aber dennoch äußerst signifikante Weise
    die gesamte Steuerverwaltung der Landeshauptstadt München.
    Diese lockere, fast tanzende Komposition unterschiedlicher Höhen und Volumina, die auf den ersten Blick vielleicht willkürlich aussehen mag, ist sorgfältig entwickelt, reagiert präzise auf unterschiedliche städtebauliche Situationen und schafft stadtstrukturell bedeutsame Sicht- und Freiraumbezüge.
    Der FinanzCampus wird gezielt und funktional mit den umgebenden Quartieren und Strukturen verknüpft.
    Es entsteht eine wichtige Parksituation als hochwertiger Freizeitraum, sowie eine offene Durchwegung des gesamten Areals.

    Architektonisch konzeptuelle Idee

    Steuerverwaltung bedeutet Verwaltung von Geldern, Gelder eines jeden Bürgers.
    Als eingängiges Sinnbild für diese Steuergelder, die umgangssprachlich sogenannten „Steuergroschen“, stehen die Materialien unseres täglichen „Kleingelds“ – Kupfer, Nickel und Messing.
    Münzen, die jeder Bürger tagein, tagaus, zig Mal in seinen Händen hält.
    Die Gebäudekomposition beinhaltet drei „Hochpunkte“, jeweils an den drei städtebaulich wichtigen Eckpunkten des CampusParks. Jeder dieser drei Hochpunkte spiegelt sinnbildlich ein anderes Münzmetall wieder, wobei das Zentralfinanzamt als Auftakt mit einer Fassade aus Kupfer beginnt. Die flacheren Teile des Gesamtensembles werden mit wertigem, ebenfalls unterschiedlichem Naturstein bekleidet. Diese flachen Baukörper haben eine zusätzliche „Prallscheibe“ vor den Fenstern, so dass eine Flächenbündigkeit mit dem Stein entsteht. Alle Hochpunkte mit metallischer Bekleidung haben Laibungsfassaden. Die große Baumasse wird somit in ihrer Anmutung strukturiert und läßt dadurch Maßstäblichkeit und Qualität des Außenraumes für Nutzer und Bürger entstehen.
    Die durchgängige und disziplinierte Fassade aller Baukörper wird wirkungsvoll, ausschließlich über Materialität und Fügung variiert. Einfache, reduzierte Struktur – hochwertige Materialien und präzise Detaillierung. Es entsteht ein zeitloses, signifikantes und zurückhaltend elegantes Bild des gesamten neuen Steuerzentrums, dass wie die Verfasser meinen, von großer Ästhetik, Nachhaltigkeit und gerade auch Wirtschaftlichkeit geprägt ist. Durch die unterschiedliche Materialität der Baukörper wird darüber hinaus Übersichtlichkeit und Orientierung generiert. Grosse prägnante Unterschnitte der Baukörper definieren jeweils die Eingangssituationen. Das Zusammenbinden von Einzelfenstern zu Fensterbändern an gezielten Stellen, lockert die Strenge der Fassaden auf.
    Ein Konzept, dass in vielfältigen Bauabschnitten realisiert werden kann und nie unansehnliche Teilbauabschnitte existieren läßt.
    Ergebnis ist ein ganzheitlicher Ansatz aus größtmöglicher Funktionalität, Freiraumqualität und baukünstlerischer Idee.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.