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  • 1. Preis


    Architekten
    Müller-BBM GmbH, Planegg/München (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Gelsenkirchen (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Köln (DE), Nürnberg (DE), Reutlingen (DE), Stuttgart (DE), Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: KLAUS ROTH architekten bda, Berlin (DE)
    Bauingenieure: CRP Bauingenieure GmbH, Berlin (DE), Hamburg (DE), Hannover (DE), München (DE)
    Lichtplaner: Herbert Cybulska | Lichtgestaltung und Fotografie, Frankfurt am Main (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das klare architektonische Konzept zeigt, dass eine intensive Auseinandersetzung der Teilnehmer mit der gesamten Aufgabe und dem historischen Gebäude stattgefunden hat. Sowohl die Frage nach einer besseren Akustik wie auch der Wunsch nach einer besseren Sichtbeziehung zwischen Bühne und Zuschauerraum wurden aufgenommen und durch sorgfältige Umgestaltung deutlich verbessert. Hervorzuheben ist das raffinierte Anheben des zentralem Zuschauerraumes und die dadurch entstehende einladende Garderobe im Erdgeschoss. Auch der Apollosaal profitiert von dem Eingriff und erhält eine lobenswerte Anbindung an das Foyer und den großen Saal. Die Umgestaltung und Anbindung der beiden seitlichen Treppenhäuser erhöhen die Qualität der inneren Erschließung des Hauses. Für den Besucher entstehen neue horizontal wie auch vertikal attraktive Wege durch das Gebäude. Die Lage der neuen Toiletten und die Anordnung der seitlichen Technikräume zeugen von einem übergreifenden Gestaltungsgedanken der Verfasser. Die klare Architektursprache und die natürlichen Materialien unterstützen den lebendigen Prozess einer jeden Opernproduktion. Eine neue intensive Beziehung zwischen Zuschauer und Darsteller kann durch die gewählte, gekonnte Zurückhaltung der Raumgestaltung entstehen.

    Insgesamt besticht die Arbeit durch ein zeitgemäßes Konzept. Mit einfachen architektonischen Mitteln wird das Opernhaus ertüchtigt und aufgewertet. Wegen der vorhandenen Qualität des heutigen Zuschauerraumes wird die Lösung jedoch heftig und kontrovers diskutiert. Jedenfalls kann die Stadt Berlin als Kulturstadt einen wertvollen Baustein erhalten und gleichzeitig neue Impulse nach außen zeigen.

    Ein überzeugender Entwurf, der alle Anforderungen des Nutzers voll zufriedenstellend erfüllt: Sichtlinien, Akustik, technische Erschließungsmöglichkeiten. Außerdem stellt er die historische Kubatur in eine Binnenspannung mit der Moderne – eine Metapher für zeitgemäßes Musiktheater! Dieser Entwurf verhält sich als Einziger zur Bühne als dramaturgischer Bezugspunkt des Saales.