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  • DE-99084 Erfurt
  • 09/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-12409)

"Rathausbrücke und Umfeld"


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    HEINISCH Landschaftsarchitekten, Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Bauingenieure: KREBS+KIEFER Ingenieure GmbH, Darmstadt (DE), Berlin (DE), Freiburg im Breisgau (DE), Karlsruhe (DE), Dresden (DE), Mainz (DE), München (DE)

    Erläuterungstext
    Leitidee

    Im Zuge der Rathausbrückenerneuerung wird die gesamte Breitstrominsel südlich der Krämerbrücke neu gestaltet. Dabei wird die Krämerbrücke freigestellt und rückt in den Mittelpunkt dieses interessanten Stadtraumes. Durch eine großzügige und offene Gestaltung wird dieser Raum als Platz wahrnehmbar, der in vielfältiger Weise von Fußgängern genutzt werden kann. Vor allem steht hier auch die Nutzung durch Touristen im Vordergrund, die nun die Krämerbrücke ungehindert betrachten, durch sie hindurch laufen oder sich einfach über sie informieren können. Wichtig sind die unterschiedlichen Blickbeziehungen auf die Krämerbrücke, die vom Junkersand über den Breitstrom geschaut, wieder den Hintergrund bilden soll.
    Die Freistellung und damit die Hervorhebung der Krämerbrücke und deren Gewölbe erfolgt vor allem durch die Vergrößerung des Abstandes der Rathausbrücke sowie durch die Absenkung des Straßenzuges und der Breitstrominsel um 60 cm. Damit erhebt sich die Krämerbrücke deutlicher über dem Stadtraum und der Blick auf die Gewölbe wird auch von weitem wieder frei. Beim Durchfahren dieses Bereiches könnte man an die alte Furt erinnert werden.
    Der motorisierte Verkehr soll so weit wie möglich in den Hintergrund gedrängt werden, was durch die Verringerung der Straßenbreite und die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 19 km/h (Schrittgeschwindigkeit) erreicht wird. Ein Materialwechsel zum Naturstein in der Straße soll dies noch einmal unterstreichen und im sichtbaren Bereich der Krämerbrücke die Aufmerksamkeit auf das Besondere lenken.

    Freiraumkonzept

    Die Gestaltung der Breitstrominsel erfolgt in klaren Formen wie bei einem Stadtplatz. Der Platz wird abgesenkt und kommt damit dem Wasser näher. Im gesamten Bereich kann man sich als Fußgänger frei bewegen. Mit wenigen Stufen wird der Zugang zum Wasser, aber auch vor allem der Durchgang durch die Krämerbrücke großzügig möglich. Sitzstufen und Bänke laden zum Verweilen ein. Transparente Bankelemente dienen auch als Ausstellungsfläche für Informationen zur Krämerbrücke und der Geschichte des Ortes. Im Süden markiert ein Block die stromlinienförmige Spitze der Breitstrominsel, die bugähnlich das Wasser teilt. Bis auf die festen Kanten ist dieser Platz grünbetont mit altem Bestandsbaum und stilisierter
    Uferbepflanzung auf der Ostseite, die auf einer Stufe zwischen Stahlbändern verläuft.
    Die gestalterische Linie der Breitstrominsel kann mit geringem Aufwand auch auf der Nordseite der Krämerbrücke weitergeführt werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.