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  • Engere Wahl


    Architekten
    jäger jäger Planungsgesellschaft mbH, Schwerin (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext

    ARCHITEKTUR:

    Das städtebauliche Konzept:
    Die Fortsetzung der Magistrale „Rudolf-Petershagen-Allee“ mit dem Berthold-Beitz-Platz als Ort der Mitte, des Zusammenkommens und Verteilens und die Verbindung zwischen Magistrale und Haupteingang Klinikum sind die für den Entwurf bestimmenden Parameter.

    Die in den letzten Jahren errichteten Neubauten des Campus reihen sich perlenartig entlang der Rudolf-Petershagen-Allee als zentrale Erschließungsachse und nehmen dabei ihre Richtung auf. So übernimmt auch die neue Mensa zunächst die Parallelität zur Magistrale. Eine Achse teilt das Rechteck in zwei nahezu gleich große Baukörper und verweist so auf den Haupteingang des Klinikums.

    Funktional trennt diese Achse den geschlossenen, dienenden Teil der Essensvorbereitung vom offenen, den Freiraum einbeziehenden Essensbereich.

    Funktion und Zugänge:
    Funktional gliedert sich das Gebäude in vier Bereiche, einen dienenden Bereich der Essensvorbereitung sowie in die drei bedienten Bereiche Cafeteria, Speiseraum Mensa und Restaurant. Der Bereich der Essens-vorbereitung ist detaillliert im Absatz „Küchentechnik“ beschrieben. Er ist verkehrstechnisch angebunden an die Erschließungsstrasse im Westen. Der wichtigste Bereich, der Speiseraum der Mensa, besteht aus einer offenen, von außen einsehbaren Zone mit einer lichten Höhe von ca. 7,25 m. Sie ist ausgerichtet nach Norden zum Berthold-Beitz-Platz und nach Osten zum Klinikum und zur neu geschaffenen Wasserfläche.

    Das Zentrum, die Mitte, bildet die Essensausgabe. Der Zugang erfolgt direkt vom Platz. Sitzplätze sind erdgeschossig im Innern und im Freien vorgesehen sowie auf einer Galerie im Obergeschoß. Neben der Galerie kann auch der Freibereich auf der Wasserfläche nur durch den Essensbereich selbst betreten werden. Damit ist sicher gestellt, dass auch der Weg nach der Essenseinnahme immer vorbei an der Essensrückgabe erfolgen muß.

    Die Cafeteria ist mit dem Speisesaal der Mensa intern verbunden, bildet jedoch einen funktional und räumlich eigenständigen Bereich an dessen Eingang. Ihr sind Außensitzplätze zur Rudolf-Petershagen-Allee vorgelagert.

    Das Restaurant grenzt im Süden an den Speisesaal der Mensa und bildet mehr noch als die Cafeteria eine funktional und räumlich komplett eigenständige Nutzungseinheit. Der Zugang erfolgt von Osten, d. h. aus Richtung des Hauptzuganges zum Klinikum. Im Obergeschoß befindet sich ein Konferenzraum. Dieser kann ggf. separat erschlossen und angedient werden.

    FREIFLÄCHEN:

    Der Berthold-Beitz-Platz erhält mit der Mensa und der ergänzten Lindenreihe vor der Cafeteria eine neue Raumkante. Der großzügige Vorplatz im Eingangsbereich der Mensa erstreckt sich mit den gleichen großformativen Bodenplatten des Foyers bis unter die Traufkante des auskragenden Vordaches und verzahnt sich so engstens mit dem Innenraum der Mensa. Vor der Cafeteria sitzt man mit zentralem Blick auf die Vorbeiflanierenden.

    In Richtung Klinikeingang erlebt der Fußgänger brückenartig eine zusammenhängende Wasserfläche, bestehend aus dem vorhandenen Rückhaltebecken und dem neuen vorgelagerten Wasserbecken, in dem sich das Leben und die Farbigkeit des Speisesaals widerspiegelt. In diese Spiegelfäche schiebt sich eine Holzterrasse als Außensitzfläche.

    Die Geometrie des Vorplatzes des Klinikums wird formal aufgegriffen und ergänzt sich zu einem freien Übergang zum Restaurant und einem möglichen zweiten Zugang in den Speisesaal. Von hier entwickelt sich entlang einiger Außensitzplätze vor dem Restaurant die Anbindung an den vorhandenen Fußweg im Westen.

    Fahrräderstellplätze verteilen sich auf den Eingang Klinikum und vor dem Foyer des Speisesaals.

    Die Anlieferung des Neubaues erfolgt von Westen bzw. von der Südwestkante des Grundstücks. Sie ist räumlich und funktional getrennt von den anderen, fußläufigen Zugängen.


    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.