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  • DE Herne
  • 10/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-12822)

Innenraum Kirche St. Dreifaltigkeit


  • 1. Preis


    Architekten
    HWR RAMSFJELL Architekten, Dortmund (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    „ ... da bin ich in Ihrer Mitte“ (Mt. 18,20)



    Das Ziel der Umgestaltung des Kircheninnenraumes ist den bestehenden Kirchenraum in seiner Einfachheit und Klarheit zu belassen und doch die gewünschte Neufassung zu gestalten. Die Lösung hier, ist etwas in den Kirchenraum zu stellen, welches den Raum neu definiert, ohne ihn in seiner klaren Struktur zu verletzen.

    Wie in vielen Kirchen soll bei dem jetzigen Umbau auch hier die Distanz vom Hochchor zur kleiner werdenden Gemeinde aufgehoben werden. Diese Distanz wird durch die Architektur der Kirche, nämlich ein lang gestrecktes Mittelschiff verstärkt.

    In die unterste Stufe des Chorraumes wird eine Altarinsel in das Kirchenschiff eingebaut, auf der die bisherigen Utensilien Altar, Ambo und Priestersitz ihren neuen Ort finden. Der Tabernakel befindet sich in einer direkten Nähe zur Altarinsel. Die Altarinsel wird zum liturgischen Mittelpunkt mit der Idee des offenen Ringes. Die Gemeinde versammelt sich um den Altar. Der Kontakt zwischen Geistlichem und der Gemeinde im Gottesdienst ist unmittelbar gegeben. Die Altarinsel hebt sich durch Material, Höhe und Farbigkeit vom übrigen Bodenbelag als neues Element im Raum ab und bildet mit der rückwertigen Wand, die den Chorraum vom Kirchenschiff trennt, einen weiteren Akzent. Ihre monolithische Wirkung symbolisiert ein sicheres Fundament. Die Farbigkeit spricht für die Reinheit. Die Wand stellt den Hintergrund für unterschiedliche Darstellungen, die abge-hängt bzw. projiziert werden können, dar. Sie schließt nicht mit der Decke und den Seitenwänden ab, sodass sie nicht als tragendes Element im Raum steht. Seitlich geht der Blick an dieser Wand vorbei. So wird im Durchblick die Tiefe des ehemaligen Chorraumes vermittelt. Die Fenster des Chorraumes lassen die schmalen Gänge an den Seiten als lichtdurchflutete Bereiche wirken, die durch in der Apsis angebrachte Fluter verstärkt werden. Der schmale waagerechte Schlitz in der Wand auf Augenhöhe schafft Einblick und somit die Einbindung des Taufortes, der sich in dem frei gewordenem Chorraum befindet. Dieser bietet dem historischen Taufstein einen würdigen und theologisch sinnvollen Ort. Die verbleibenden seitlichen Treppenstufen in den Chorraum reduzieren die Bedeutung des erhöhten Bereiches.

    Am Standort der früheren Werktagskapelle soll die „Pieta“ ihren neuen Platz finden. Mit dem Wunsch die Kirche tagsüber für Gläubige zu öffnen, ist unterhalb der Empore eine Abgrenzung mit einer halbtransparenten Gitterwand geplant. Die Werktagskirche bietet jederzeit Gelegenheit für Gottesdienste im kleinen Kreis oder ein stilles Gebet.

    Während der langgestreckte Kirchenraum das Wegemotiv zum Thema hatte, ist jetzt die Zentrierung um den Altar das stärkste Motiv.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 14.11.2008, 09:05
Zuletzt aktualisiert 18.11.2008, 15:47
Beitrags-ID 4-24186
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