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  • DE-97082 Würzburg
  • 12/2008
  • Ergebnis
  • (ID 2-12941)

"GRÜNE MITTE ZELLERAU"


  • 2. Preis

    Lageplan

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    Landschaftsarchitekten
    Tobias Frauscher Landschaftsarchitektur, München (DE), Egenhofen (DE)

    Mitarbeit
    Florian Forster

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Kaspar Müller, Architekt, Rosenheim (DE)
    Architekten: rainer Heinz architektur + stadtplanung, Rosenheim (DE)

    Erläuterungstext
    Öffentliche Freiflächen

    Der Stadtteil Zellerau hat sein Gesicht stark verändert durch zahlreiche neu entstandene öffentliche und private Freizeiteinrichtungen wie das Sportgelände und das Kinderzentrum „Spieli“. Ein Kletterzentrum sowie die Erweiterung der staatlichen Feuerwehrschule bedeuten weitere grosse Veränderungen.

    Ziel des Entwurfs ist es die neu geschaffenen Funktionen besser zu verbinden und an das Mainufer im Norden und die Frankfurter Strasse anzubinden,
    sowie über die trägergebundenen Sport- und Spielflächen hinaus, öffentliche Freiraumqualität und eine Verbesserung der Grünversorgung der angrenzenden Wohngebiete anzubieten.

    Desweiteren wird eine innere Organisation der Feuerwehrschule nachgewiesen sowie eine sinnfällige städtebauliche Strukturierungsmöglichkeit vorgeschlagen.

    Im Zentrum des Entwurfsgedankens steht ein gut 20m breiter Grünzug parallel zum Moscheeweg, eine angenehme Wegeverbindung zum Zentrum, mit wohnungsnahen Freiraumnutzungen wie Kleinkinderspiel, Erwachsenenspiel und Sitzplätzen. Zudem entstehen flächige Aufweitungen des Grünzugs – im Norden mit Anbindung an den Fussweg zum Main und einer grosszügigen Wiese vor der Klostermauer, südlich der Weißenburgstrasse als grünes Umfeld des neuen Jugendzentrum, sowie als Gelenk zu den Anbindungen nach Süden.

    Den Grünzug charakterisiert ein leiterförmiges Wegenetz mit befestigtem Hauptweg für Fussgänger, Skater und Radfahrer, sowie einem Nebenweg (wassergebunden) zur internen Erschliessung der Sitz- und Aktivitätsbereiche.
    Letztere bilden eine lockere Abfolge – mit Kleinbäumen überstandener Flächen,
    in die sich selbstverständlich der zentrale, multifunktional nutzbare Platz am Gelenkpunkt Weißenburgstrasse/Moscheeweg einfügt.
    Das Jugendzentrum ist an die Platzfläche angebunden ohne seinen Charakter als „Haus im Grünen“ aufzugeben.

    Der Grünzug wird beidseitig durch Baumreihen mit grosskronigen Bäumen markiert.
    Entlang der Einfriedung des Feuerwehrgeländes als markante, relativ dichte Baumreihe, kombiniert mit unterschiedlich hohen freiwachsenden Hecken aus Purpur- und Zwergpurpurweide.
    Die Baumreihen ziehen sich als Leitlinie zu den Anknüpfungspunkten im Süden und im Norden. Am Mainufer wird der Endpunkt der Wegebeziehung durch eine kleine, platzartige Fläche aufgewertet.
    Am südlichen Moscheeweg wird die Verbindung über den Parkplatz des Supermarktes als alternative fussläufige Verbindung optisch aufgewertet.

    Feuerwehrgelände

    Auf dem Gelände der Feuerwehrschule schlagen wir eine Konzentration der geforderten Baulichkeiten im Westen, sowie Freiflächennutzungen wie Freigelände und Wasserübungsanlage im Osten vor, letztere räumlich an das öffentliche Freiflächensystem angegliedert. Der Blick auf das Kloster und den „Würzburger Stein“ wird so immer wieder erlebbar.
    Wohngebäude, Schwimm- und Sporthalle werden an den zentralen öffentlichen Stadtraum herangerückt. Zwischen diesen Gebäuden entsteht ein Parkbereich, den sich die Verfasser auch zum Strassenraum geöffnet vorstellen können.

    Weißenburgstraße

    Die Funktion der Weißenburgstraße als dritte Durchgangsstrasse im Quartier wird im zentralen Bereich – der „Grünen Mitte“ aufgehoben.
    Dadurch ergibt sich die Möglichkeit die Weißenburgstraße im Westen als abgehängten Erschliessungsstich zu betrachten, mit reduzierter Fahrbahnbreite und wechselseitigem Längsparken zwischen Bäumen.
    Dadurch kann der Einfahrtstrichter in die Mainaustrasse deutlich zurückgenommen werden, und die östlich, westlich und südlich des Knotenpunktes angrenzenden Grünflächen zu einem – die Fahrbahnen überspielenden Grünbereich verbunden werden.

    An der östlichen Weißenburgstraße verteilt sich der Hauptverkehr am Kreisel Sedanstraße auf die übergeordneten Strassen.
    Zwischen Kreisel und Platz wird die Strasse verkehrsberuhigt durch Zurücknahme des Strassenquerschnittes, Pflasterungen an Kreuzungs- und Einfahrtsbereichen.
    Während die Strassensüdseite durch Grün aus den angrenzenden Wohnhöfen geprägt wird erhält die Nordseite eine locker Baumreihe mit dazwischen liegenden Senkrechtparkern und Gehwegaufweitungen.

    Durch das aufbrechen des Strassenraums im zentralen Platzbereich entsteht eine von motorisiertem Verkehr freie Fuss- und Radwegverbindung zur Mainaue und zur Frankfurter Straße. Dies ermöglicht eine attraktive „Grüne Mitte“ mit Aufenthaltsqualität.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

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