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  • DE-25355 Elmshorn
  • 01/2009
  • Ergebnis
  • (ID 2-13191)

KGSE - Neubau der Kooperativen Gesamtschule Elmshorn


  • 1. Preis

    © BLK2 Architekten

    Architekten
    BLK2 Böge Lindner K2 Architekten, Hamburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: schoppe + partner freiraumplanung, Inhaber Jochen Meyer, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Trotz aller Widrigkeiten des städtebaulichen und architektonischen Umfeldes strahlt die KGSE eine enorme pädagogische und soziale Kraft und Wärme aus, die es Wert ist, in einen Neubau hinübergeführt zu werden.

    Städtebau
    In einem Umfeld ohne städtebauliches Konzept und verschiedenster Strukturen sind der bestehende Bau der KGSE und der Schulwald Elemente von eigentlich Maßstab sprengender Größe. Allerdings wird ihre Präsenz städtebaulich bisher nicht wirksam.
    Das ist schade.
    Der Entwurf versucht deshalb, sowohl auf baulicher als auch auf landschaftlicher Ebene, das städtebauliche Potential dieser beiden Elemente für eine städtebauliche Neuordnung und Aufwertung zu erschließen.
    Allein durch den Neubau auf den bisherigen Freiflächen im Süden und Westen wird die KGSE zukünftig eine starke städtebauliche Präsenz erhalten. Der Maßstab der Neubauten entwickelt sich aus der Größe der zu erhaltenden Sporthallen. Diese bilden den städtebaulichen Baustein für das neue Ensemble der Schule.
    Durch den folgenden Abbruch der bestehenden Schule entsteht wiederum ein großer, leerer Raum nach Norden. In diesen leeren Raum hinein, werden große Bauminseln als Ableger oder Verweis auf den nahen Schulwald gesetzt.
    Damit wird das bisherige Nebeneinander dieser beiden prägenden Elemente zu einer neuen dialogischen Komposition.

    Architektur und Funktion
    Die neuen, dreigeschossigen Baukörper der Schule bilden an der Ecke Hainholzer Damm/Fröbelstraße einen kleinen städtischen Platz mit Vorfahrt und dem Haupteingang zur Schule und einem öffentlichen Zugang zur Bibliothek. Zum Schulhof bilden die Baukörper eine kräftige, räumliche Fassung für den Schulhof nach Süden und Westen und mit den überdeckten Arkaden einen funktional und architektonisch attraktiven Zugang von den Park- und Fahrradstellplätzen und Übergang von Außen und Innen.
    Für den Schulbetrieb ist jedoch die interne Verbindungsachse durch alle Bauteile von zentraler Bedeutung. Sie stellt eine Neuinterpretation der bisherigen Schulstraße dar.
    Alle wichtigen kommunikativen Bereiche sind in wechselnder Weise an diese Achse angegliedert und sie bietet eine einfache und klare Orientierung. Räumlich attraktiv und vielfältig gegliedert und natürlich belichtet bildet sie den zukünftigen Lebensnerv der Schule.
    Am Haupteingang bildet eine kleine dreigeschossige Eingangshalle die erste Erweiterung und Verbindung in die oberen Geschosse zu den naturwissenschaftlichen Räumen und zur Sekundarstufe II. Die Verwaltung und der Freizeitbereich liegen direkt an der Eingangshalle. Im nächsten Baukörper an der Fröbelstraße liegt im Erdgeschoss neben dem internen Zugang zur Bibliothek das Forum an dieser Achse und kann großzügig für Veranstaltungen geöffnet werden.
    Einläufige Treppen bilden auch hier einen räumlich attraktiven Bezug zu den Klassen in den Obergeschossen.
    Im dritten Baukörper schließt sich dann der Zugang zur Mensa und der Übergang zu den Sporthallen an.
    Die Sporthallen erhalten an der Westseite eine vorgestellte Scheibe aus schwarzem Stahlbeton, hinter der eine Erschließungszone für die Überwindung der vielfältigen Höhenunterschiede und die Notausgänge liegt.
    Die Realisierung erfolgt fast vollständig in einem Schritt. Lediglich die Mensa und die Kunst- und Technikklassen werden in einem 2. Schritt nachgezogen. In der Übergangszeit ist eine Essensversorgung in einer provisorischen Halle nördlich der Sporthallen vorgesehen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.