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  • DE-12101 Berlin
  • 05/2009
  • Ergebnis
  • (ID 2-13682)

Prozessuale Stadtentwicklung Tempelhofer Feld - Columbiaquartier


  • Teilnahme 2. Stufe


    Architekten
    TCHOBAN VOSS Architekten GmbH, Hamburg (DE), Berlin (DE), Dresden (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Markus Wehlke

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: ST raum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Das Gesamtkonzept zur sukzessiven Bebauung des Columbiaquartiers nimmt sich die natürliche Biogenese eines wachsenden Organismus als Vorbild.
    Die Entwicklungsstrategie bietet die Möglichkeit einer flexiblen und prozessualen Entwicklung des Areals.
    Ein wachsendes Netz aus Grünzonen (interzellulare Räume) umfasst und erschließt „Freiräume“ (Zellen) von unterschiedlicher Größe und Form. Die große Fläche des Entwicklungsgebiets wird auf diese Art mit minimalen Eingriffen erschlossen, strukturiert und landschaftsplanerisch gestaltet. Durch die netzhafte Entwicklung wird der wirtschaftliche Aufwand begrenzt und es bleiben die verschiedensten Entwicklungsoptionen für das Gebiet gewahrt. Die ausgebildeten „Zellen“ bieten den Freiraum für die unterschiedlichsten Nutzungen und Bewirtschaftungskonzepte, die im Rahmen eines gesellschaftlichen Diskurses festgelegt werden. In der weiteren Entwicklung wird sich die Zellstruktur dichter vernetzen, ausdifferenzieren, den verschieden Entwicklungsszenarien anpassen und den Rahmen für die Koexistenz der verschiedenen Nutzungen bieten können. Am Ende eines solchen Prozesses könnte langfristig ein neues von einem grünen Netz durchzogenes Stadtquartier zwischen Kreuzberg und Neukölln entstehen. Die Zellstruktur würde sich bestens eignen, im Rahmen einer internationalen Bauausstellung (IBA) neue innovative Lebens- und Wohnformen sowie neue Stadtbautypologien zu erproben.
    In den interzellularen Räumen erfolgt arterienartig die Erschließung der Quartiere, die durch zusätzliche Fußwege weiter verbunden werden und an die übergeordneten Grünräume angeschlossen werden. Die Entstehung von „Gated Communities“ soll ausdrücklich vermieden werden.
    Es wird die Möglichkeit einer sukzessiven Entwicklung der Keimzellen zur Realisierung unterschiedlichster innovativer Wohn- und Arbeitsformen gegeben ohne die bestehenden Einrichtungen und temporären Nutzungen kurzfristig aufgeben zu müssen.
    Die neu entstehenden Grünschneisen zwischen Tempelhofer Feld und Hasenheide bewahren und verbessern die Frischluftgenerierung der gesamten Umgebung von Kreuzberg bis Tempelhof.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 15.05.2009, 16:24
Zuletzt aktualisiert 23.07.2018, 12:51
Beitrags-ID 4-25854
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