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  • CH-8462 Rheinau
  • 03/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-25470)

Neunutzung Klosterinsel Rheinau


  • 4. Rang

    Plan 1

    Landschaftsarchitekten
    Stötzer Landschaftsarchitekten, Freiburg im Breisgau (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: bächlemeid, Konstanz (DE)
    Architekten: Architekturbüro Josef Prinz BDA, Ravensburg (DE)
    Tragwerksplaner: Fischer + Leisering Ingenieur GmbH, Konstanz (DE)
    TGA-Fachplaner: Greiner Engineering, Konstanz (DE)

    Erläuterungstext
    Konzeption der Freiräume
    Der Entwurf des Freiraumes erfasst das Umfeld der Klostergebäude in einfachen, weitgehend klaren
    Strukturen, die den Baumbestand aufgreift und integriert und mit neuen Laubbaumpflanzungen
    ergänzt. Zur Rheinseite hin werden die vorhandenen Baumstrukturen durch Baumquartiere gefasst,
    zusammen mit den Buchskuben und der Terrasse für die Gastronomie am Wasser entsteht eine
    klare Linie die der Insel zur Rheinseite hin einen würdigen Abschluss gibt.
    Auch die Hofgestaltung bedient sich klarer Strukturen. Das ´Raumband` bildet eine Kulisse für den
    Außenbereich der Gastronomie und schafft gleichzeitig einen Rahmen für die vorhandene
    Baumstruktur, die zusammen mit Neupflanzungen aus Laubbäumen sich in lockerer Anordnung in
    den Platz einstreut und somit einen spannenden Kontrast zu der klaren Platzgestaltung darstellt. Die
    Taxuskuben nehmen die klare Formensprache wieder auf, die sich mit den, sich in das ´Raumband`
    einschneidenden, Bänken fortsetzt.
    Der Kreuzganghof zeichnet sich durch eine schlichte, quadratische Rasenfläche aus, die sich in eine
    wassergebundene Wegedecke einfügt. Blickfang ist ein einzelnes markantes Solitärgehölz.
    Im Innenhof setzt sich die quadratische Struktur in Form von Rasenflächen fort. Die lineare
    Heckenpflanzung nimmt die klare Linienführung auf und führt sie in die Horizontale weiter. Auch hier
    sorgen locker eingestreute Baumstrukturen, die aus Bestandsbäumen und
    Laubbaumneupflanzungen bestehen, für den nötigen Kontrast. Bänke, die sich in die Rasenfläche
    einschneiden, laden zum verweilen ein

    Ortsbauliches Konzept
    Das Bauprojekt Neunutzung der Klosterinsel Rheinau erfordert eine differenzierte
    Auseinandersetzung mit den funktionalen und gestalterischen Rahmenbedingungen des ortsbaulich
    sensiblen, einmaligen Ortes mit den umliegenden kulturhistorischen Gebäuden.
    Der Entwurf beabsichtigt, die vorgefundenen Qualitäten und Bezüge des Ortes respektvoll
    aufzunehmen, in ihrer Bedeutung klar zu definieren und zu steigern.
    Die unbefriedigende Zugangssituation mit den 1970 erstellten Gebäuden wird rückgebaut.
    Zusammen mit dem alten Pförtnerhaus bildet das anstelle des Wyssschen Gebäudes
    vorgeschlagene Neubauvolumen eine eindeutige, angemessen artikulierte, unaufdringliche und
    gelassene Eingangssituation.
    Die Gebäudehöhe und Dachform des Neubaues orientiert sich an der angrenzenden Bebauung. In
    handwerklicher Tradition hergestellte hochwertige Oberflächen aus weiß eingefärbten Sichtbeton
    bieten Kontinuität und historische Verknüpfungen in zeitgemäßer Interpretation, die aus dem
    kulturhistorischen Kontext abgeleiteten Farbgebungen gewährleisten eine gute Einfügung in die
    Umgebung ohne bei den vorgeschlagenen Bauformen und den zeitgemäßen Detaillösungen Brüche
    mit dem Umfeld entstehen zu lassen.
    Eingriffe in die bestehende Bausubstanz werden soweit möglich vermieden. Die Tragstrukturen
    bleiben weitgehend unangetastet.

    Betriebliche Organisation
    Das Restaurant bietet Besuchern der Insel sowie Festtagsgesellschaften einen guten und schönen
    Rahmen. Der Mühlesaal wird in den historischen Außenabmessungen ohne störende Einbauten
    rekonstruiert. Die ergänzenden Infrastruktureinrichtungen zum Restaurant und der Mensa für die
    schulischen Einrichtungen werden entsprechend den definierten Anforderungen zweckmäßig aber
    unauffällig integriert.
    Die Hauswirtschafts- und Berufswahlschulen werden jeweils separat vom Zugangshof erschlossen,
    sind seperat zu betreiben, aber bieten bei Bedarf individuelle Verknüpfungsmöglichkeiten.
    Konstruktion 
    Für das neue Gebäude wird eine bewährte, mehrschichtige Stahlbetonkonstruktion mit weiss
    eingefärbten Fassadenflächen aus Sichtbeton vorgeschlagen, es kann Wirtschaftlichkeit in
    Erstellung, Betrieb und Unterhalt gewährleistet werden.
    Nachhaltigkeit
    In einer künftigen, intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit von Auftraggeberin, Architekten und
    Ingenieuren werden zeitgemäße Lösungen mit dem Einsatz von erneuerbaren Energien weiter
    präzisiert. Die kompakte und klare Bauweise bieten eine sehr gute Basis zur Erfüllung sämtlicher
    Minergie-P-eco Standards.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 08.04.2010, 14:44
Zuletzt aktualisiert 18.06.2012, 12:17
Beitrags-ID 4-34330
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