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  • DE-92211 Amberg
  • 05/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-25572)

Betreutes Wohnen im Alter - Altstadt Amberg


  • Anerkennung


    Architekten
    hjp architekten PGmbB _ Prof. Jürgen Hauck, Herbert Osel, Würzburg (DE), Gießen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Nikolas Savic, Maximilian Niggl, Bastian Sevilgen

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf sieht eine Blockrandbebauung vor, die wiederum aus vier Einzelbaukörpern besteht.
    Die sich im Innenhof befindliche Erschließung aus offenen Laubengängen verbindet die einzelnen Gebäude. Zum neuen Spitalplatz hin wird ein massiver „Kopfbau“ ausgebildet, der im deutlichen Widerspruch zu der sonst überzeugenden Maßstäblichkeit der anderen Baukörper steht.
    Er zeigt sich in seiner Höhenentwicklung und Formgebung nicht schlüssig im Zusammenhang mit dem Spitalplatz und dominiert durch seinen turmartigen Vorbau den gesamten Platz. Die sich in diesem Vorbau befindliche Nutzung mit den Sonderwohnformen in den Obergeschossen und der gewerblichen Nutzung im Erdgeschoss verdrängt den eigentlichen Haupteingang in den Durchgang zur Spitalgasse.
    Die massive Erweiterung und die dominante Gestalt der Erweiterung Eckertbaus wirken stören im sensiblen Miteinander der Kirche und der umliegenden Bebauung.
    Die gezeigten Lochfassaden überzeugen im Zusammenhang mit der Proportionierung der Einzelbaukörper und bilden den entscheidenden Ansatz zur Einbindung in die Umgebung. Vor allem in den Fassaden des Spitalgrabens kommt dies zum Ausdruck.
    Leider wird dieser Ansatz beim Kopfbau nicht konsequent weiter geführt. Die übergroßen Fenstereinschnitte zum Spitalplatz hin überzeugen nicht und stellen den vorgegebenen Maßstab der anderen Baukörper in Frage.
    Die geforderten Funktionen sind konsequent und schlüssig zum Innenhof hin orientiert. Die Erschließung behindert allerdings die private Nutzung dieser auch von der Öffentlichkeit nutzbaren Fläche.
    Zu klein sind die dem Innenstadt-Servicezentrum zugeordneten Flächen. Diese wurden zu Gunsten der Gewerbefläche in zentraler Lage des Kopfbaus stark reduziert.
    Die Wohnungen im Norden und Nordosten orientieren sich zu den vorgelagerten Laubengängen, die die Belichtung der Wohnungen auf Grund der entstehenden Gebäudetiefe stark einschränken.
    Der Ansatz der Mischung unterschiedlicher Wohnformen wird gewürdigt. Leider dominiert hier der Wohnungstyp der Wohngemeinschaft. Im Detail kann die nachgewiesene Wohnung nicht überzeugen.