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  • DE-63739 Aschaffenburg
  • 10/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-30673)

Wohnen in Nilkheim


  • Teilnahme


    Architekten
    dv architekten deffner voitländer, Dachau (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Dorothea Voitländer , Johannes Mahl-Gebhard , Prof. Konrad Deffner , Andrea Gebhard

    Erläuterungstext
    die gesamte entwicklung des gebiets wird einen langen zeitraum von vielleicht 20 jahren beanspruchen. das könnte man in klaren bauphasen festschreiben. damit ist man jedoch festgelegt und kann kaum auf veränderungen in der zukunft reagieren. deswegen wollen wir eine sukzessive, organische entwicklung, die möglichst offen bleibt, die flexibel bleibt, sich anpassen kann. ausgangspunkt sind die eingetragenen biotope. sie bilden als streifen den kern der grünstruktur. dazwischen entwickeln sich ebenfalls in streifen die bebauungsfelder. sie richten sich nach der verfügbarkeit von grundstücken, ein langsames verdichten auf vorhandener diagonalstruktur. so wird allmählich aus der feld- und gartenlandschaft eine stadtlandschaft. in keiner phase wirkt die situation unfertig, sie ist immer in sich abgerundet – stadtlandschaft eben. diese entwicklung nach innen ist irgendwann einmal abgeschlossen mit grünstreifen, die frei bleiben, zusätzlich zu den biotopen - von extensiv nach intensiv. die maximale dichte ist vorgegeben jedoch ohne dass die exakte lage der baufelder festgeschrieben werden muss. das konzept des schrittweisen hinein - wachsens der stadtstruktur in die landschaftsstruktur hat aber auch ganz pragmatische, funktionale und ökonomische gründe. ignoriert man bestehende eigentumsgrenzen so gefährdet man womöglich die machbarkeit der gesamten planung. wenn sich die bebaungsfelder jedoch an den bestehenden fluren orientieren, lassen sich grundstücksbündel je nach verfügbarkeit relativ schnell erwerben und erschließen. grundstücke, die nicht verfügbar sind bleiben zunächst frei und werden in letzter konsequenz dauerhaft zu grünflächen. die stadt kann einer unangemessenen spekulation wirksam vorgreifen. die umlegung wird einfach und kostengünstig. insofern ist die vorgehensweise ökologisch, ökonomisch und ideell gesehen sinnvoll. sie setzt auf selbstregulierung und fördert die identitätsbildung.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 09.11.2010, 14:02
Zuletzt aktualisiert 23.11.2010, 16:15
Beitrags-ID 4-40065
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