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  • DE-76829 Landau in der Pfalz
  • 02/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-52934)

Landesgartenschau Landau 2014


  • Anerkennung

    Fugenband

    Landschaftsarchitekten
    POLA, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Felix Bachmann

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Rüdiger Baumann Generalplanung GmbH, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Idee und Konzept
    Die Installation von grünen „Fugenbändern stellt die Grundidee der Landesgartenschau dar. Diese Bänder flankieren innerhalb des Entwicklungsgebietes der ehemaligen Kaserne „Estienne Foch“ die verkehrsberuhigten Straßen in Nord-Südrichtung und bilden einen öffentlich zugänglichen, den Vorgärten vor gelagerten Grünraum. Extensive Grünflächen mit Obstgehölzen, Bänken und Versickerungsmulden für das Oberflächenwasser der Straßen und angrenzenden Wege sind hier Bestandteil der Fugenbänder.
    Außerhalb des Stadtraumes, im Übergang zum Naturschutzgebiet und dem Naturerbe „Am Ebenberg“ flankieren diese Bänder als „Parkbänder“ die nord-süd gerichteten Rad- und Fußwege. Diese stellen die direkte Verbindung zwischen dem FFH-Gebiet mit dem Naturschutzzentrum und dem zukünftigen Wohnpark „Am Ebenberg“ dar. Zwischen diesen Bändern finden sich die Sport- und Funktionsflächen.
    Das übergeordnete typologische Grundgerüst der großräumlichen Konzeption bildet die Abfolge von Siedlungsstrukturen, Gartenland und offener Landschaft. Der Siedlungsstruktur des Wohnparks „Am Ebenberg“ sind mit ihrer grünen Fuge als Dorfanger und den ruhigen Wohnstraßen die Funktionsflächen von Sport- Spiel und Kleingärten außerhalb des Eisenbahngrabens vorgelagert, bevor der Weg weiter in die offene Landschaft führt.

    Daueranlage
    Die grüne Fuge ist zusammen mit den grünen Fugenbändern das den Freiraum prägende Element im Wohnpark „Am Ebenberg“. Flankiert von einer breiten Esplanade, versehen mit einer doppelreihigen Allee aus Sommerlinden bildet diese zentrale Fuge südlich der Tiefgarage den Auftakt zur großen Wiese und führt weiter zum Übergang in den offenen Landschaftsraum. Bänke und Pflanzbeete säumen die Esplanade von dem zentralen Eingangsplatz mit der Tiefgarage bis zum Übergang der Bahn mit den beiden Brücken. Hier leitet ein weiterer Stadtplatz über zum Platz „Am Ebenberg“ und verteilt so den Verkehr von Radfahrern und Fußgängern. Vom Platz „Am Ebenberg“ aus öffnet sich der Blick in das Naturschutzgebiet mit dem renaturierten Birnbach. Der Hauptweg führt entlang des zentralen Spielbereiches direkt zum Birnbach. Ab hier erschließt ein Wanderweg entlang des Baches das weitere Gelände. Der nördliche Weg entlang des Erdwärmekraftwerkes und des Bahngrabens führt zu den Sport und Spielflächen mit Sportfeldern, dem Kleinspielfeld und der Beachvolleyballanlage. Hier findet sich auch eine Skateanlage, deren Endpunkt der Aussichtsturm ist. Der Turm selber ist eine Kombination aus einer, in unterschiedlichen Höhen gestaffelten, Aussichtplattform und Kletterfelsen. Sport, Spiel und Ausblick in die Landschaft gehen hier eine Symbiose ein. Die Sportfelder sind stets in Nord-Süd-Richtung angeordnet, um die Hauptrichtung des Entwurfs zu unterstützen und den Ausblick in die Landschaft zu betonen. Eine direkte Anbindung über die geplante Umgehungsstraße mit angrenzenden Parkplätzen für die Besucher der Sportanlagen, sowie des Naturschutzzentrums ist gegeben. Im Süden des Realisierungsbereichs ist eine Kleingartenanlage verortet, die hier im Übergang zum Naturschutzgebiet einen hohen Grad der Privatheit bietet.

    Ausstellungskonzept
    Das Ausstellungskonzept der Landesgartenschau steht unter dem Motto des gemeinsamen Genießens. Auf den Nord-Süd-Achsen der geplanten Baufelder sind die Themengärten angeordnet. Vergleichbar eines großen Weinfestes bilden die Ausstellungsbänder die Tische, durch welche die Besucher hindurch und von Weinsprobe zu Weinprobe, von Garten zu Garten, von Thema zu Thema wandeln. Man genießt gemeinsam! Die temporären Themengärten und die Wechselflorbeete befinden sich fast ausschließlich innerhalb des zukünftigen Wohnparks. Funktionen, die auch nach der Landesgartenschau Bestand haben, werden außerhalb im Übergang zum Landschaftsschutzgebiet angeordnet. Der zentrale große Spielbereich entlang der Haupt-Fuß- und Radweg-Verbindung, sowie die Skate- und Beachvolleyballanlage sind in Begleitung der Hauptwege als räumliche Erweiterung der Wegestruktur zu verstehen. Ziel ist eine Komprimierung von intensiv genutzten und befestigten Flächen zu Gunsten des offenen, nicht versiegelten Landschaftsraumes.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.