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  • DE-79539 Lörrach
  • 07/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-57096)

Teichmatten - Wiese


  • Ankauf

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    Landschaftsarchitekten
    Thomas Steinmann Landschaftsarchitekt, Winterthur (CH)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Muffler Architekten, Tuttlingen (DE)

    Preisgeld
    3.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebauliche Konzeption des Wettbewerbsbeitrags wird als eine interessante Lösung beurteilt, da sie auf die Struktur des umliegenden Baubestandes eingeht, aber dabei gleichwohl einen eigenen, markanten Akzent mit einer starken Ausstrahlung setzt. Jedoch wird dieser Akzent für das sogar teilweise noch dörflich strukturierte Tumringen als zu urban bewertet. Unabhängig davon wird die architektonische Ausformulierung der vom Sockel abgesetzten Türme als gelungen empfunden. Durch die städtebauliche Konzeption des grossflächigen Sockels bleiben im Siedlungsbereich ausserhalb der Aue verhältnismässig wenige Freiflächen übrig. In der Aue selbst wird konsequent und richtigerweise zwischen naturnahen Flächen und nutzbaren Freiräumen unterschieden. Eine entsprechende landschaftsplanerische Gestaltung wäre jedoch aufwändig.
    Die Orientierung des Supermarktes zur Mühlestrasse ist gut gelöst, seine Wahrnehmbarkeit vom Strassenraum her ist gewährleistet. Die Typologie der verschiedenen Wohnbauten bringt abwechslungsreiche Wohnungsgrundrisse hervor. Auch eine Mischung unterschiedlicher Wohnungsgrössen wird erreicht. Die Erschliessung der beiden Wohntürme ist gelungen, die Zugänglichkeit zum Wohnriegel ist hingegen nicht optimal gelöst: Die Wege dorthin sind lang bzw. führen über den Parkplatz der Sparkasse. Die Laubengangerschliessung des Riegels stellt lediglich eine pragmatische, nicht innovative Lösung dar. Bei den beiden Punkthäusern sind die Kerntreppenhäuser zwangsläufig, aber nicht optimal.
    Die Turnhalle ist abgesenkt, aber dennoch vom Aussenraum aus wahrnehmbar. Der Nutzen der Begehbarkeit ihres Daches und die grossformatige Abtreppung hin zur Aue erschliessen sich nicht. Die Organisation und räumliche Anordnung von Sporthalleninfrastruktur sowie von Vereins- und Jugendraum sind gelungen und konfliktfrei zu bewirtschaften. Ebenso ist der Vorschlag der Schulerweiterung und Anordnung des Schulhofes praktikabel. Die barrierefreie Erschliessung einer Schulerweiterung ist über Rampen gewährleistet, die der Wohnbauten über Aufzüge.
    Die Stellplätze des Supermarktes sind sinnvoll dem Eingangsbereich zugeordnet, die Anlieferung ist gestalterisch wie funktional gut eingebunden. Ihre Einfahrtsradien müssten überprüft werden. Die Erschliessung der Tiefgaragenplätze für die Wohnungen erfolgt zulässigerweise von der bestehenden Tiefgarage Mühlestrasse 16 aus. Die geforderten Fahrradabstellplätze fehlen. Insgesamt zwanzig PKW-Stellplätze liegen im nicht dafür vorgesehenen Auenbereich und sind so nicht zulässig.
    Die Freiräume im Siedungsbereich werden u.a. als Wegeverbindungen genutzt bzw. sind z.T. nicht genauer definiert (Hügel). Der Bolzplatz in der Aue, direkt neben der Freiburger Strasse, stellt mit den notwendigen hohen Zäunen ein Gestaltungsproblem an einer städtebaulich empfindlichen Situation dar.
    Bezüglich der energetischen Vorgaben werden die aufgeständerten Wohnbauten als energetisch nicht optimal eingeschätzt. Weitere, über den Stand der Technik hinausgehende Aussagen werden nicht gemacht. Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfs offenbart sich unterschiedlich. Der Wohnriegel über der Turnhalle erfordert eine zwischen den beiden Bauherren koordinierte Umsetzung. Der Luftraum unter dem Riegelbau ist unwirtschaftlich und schafft zudem einen schwer kontrollierbaren, überdachten Aussenraum. Schulerweiterung wie Turnhalle werden durch ihre gelungene räumliche Organisation als wirtschaftlich gute Lösungen angesehen. Grundsätzlich erfordern jedoch das grossflächige Sockelgeschoss und die „schwebenden Bauten“ ein aufwändiges Tragwerk.


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