loading
  • 1. Preis

    PERSPEKTIVE Variante - Neubau

    Architekten
    B19 Architekten BDA, Weimar (DE), Barchfeld (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Marc Rößling , Matthias Döhrer

    Erläuterungstext
    Erläuterungsbericht - Neubau

    Der Stadtraum ist geprägt von einer gewachsenen Kleinteiligkeit mit der Kirche als dominanter Solitär und dem bestehenden Pfarrhaus als fast gleichwertigem Bauwerk.
    Durch den Abriss des Pfarrhauses bietet sich die Möglichkeit dieses Ensemble städtebaulich aufzuwerten und eine differenzierte Kleinräumlichkeit aufzubauen, die Aufenthaltsqualitäten hat. Die Gestaltung des Außenraumes orientiert sich an der Funktionalität nutzungsrelevant.
    Das neue Pfarrhaus wird als weiterer Baustein in den Bestand integriert und ist bewusst ein moderner, zeitgenössischer Baukörper der somit die Geschichte des Ortes stärker betont und die Entwicklung des Ortes fortschreibt. Es ist ein klassisch zeitloser Baukörper, der ohne modernistische Zutaten auskommt und die Kirche als wichtigstes Bauwerk hervorhebt. Die Grundrisse von Gebäude und Außenanlagen beziehen sich direkt auf die vorhandenen und zukünftigen Außenraumelemente und werden in das bestehende System eingegliedert.
    Prägendes Element ist der großzügige Vorplatz am Haupteingang des Pfarramtes und Pfarrhauses. Der aus der versetzten Baukörperorientierung entsteht und sich zu den qualitätvollen Außenflächen der Kirchansicht hin öffnet.
    Der Platz bietet eine weithin sichtbare Akzentuierung des Gebäudes, sodass von der Kirche kommend eine direkte Sicht- und Funktionsverbindung entsteht.
    Neben der Nutzung des Platzes zum verweilen und der Ausrichtung auf die Kirche werden die Interessierten hier informiert und neugierig gemacht.
    Der geschützte Gartenbereich, der für die Nutzung durch die Pfarrwohnung zur Verfügung steht befindet sich gegenüber des Pfarramtsgarten und ist durch den Versatz des Gebäudeteile zusätzlich eingefasst.

    Das Gebäude ist als zweiteiliger Baukörper sehr kompakt gehalten und bietet durch die Nutzungstrennung in Wohnen und Pfarramt eine hochflexible Einheit, mit einem sinnvollen Zusammenspiel zwischen Pfarramt und Pfarrwohnung.
    Beide Nutzungen erhalten durch diese Anordnung, eine deutlich akzentuierte Eingangssituation die der Nutzung gerecht wird und Besucher willkommen heißt.

    Seine sehr klare Struktur bildet eine Form aus, die einprägsam und zurückhalten die Kirche rahmt und in ihrer Funktion deutlich aufwertet.

    Im Eingangsbereich werden die Fassaden durch großzügige Einschnitte unterbrochen. Sie fungieren als geschützte Bereiche und lassen, neben ihrer Funktion als Wetterschutz eine lebendige Verbindung zwischen Innen- und Außenraum entstehen. Besonders die Eingangssituation gewinnt dadurch an Qualität. Über den baumbestandenen Vorplatz und das „Sitzmöbel“ hinweg wird so der gegenüberliegende „Park“ mit Kirche in das Pfarramt hineintransportiert.
    In das Ensemble wird ein zurückhaltendes und selbstbewusstes Gebäude hinzugefügt, das sich durch die Aufnahme wichtiger Bezüge in den gewachsenen Stadtraum einfügt.


    Erläuterungsbericht - Sanierung

    In Anbetracht der Nutzungsbeschreibung, des desolaten Zustands des Bestandshauses und der überproportionalen Kubatur des Pfarramtes macht eine Sanierung nur Sinn, wenn sie sich auf einen Teil des Bestandsgebäudes beschränkt.
    Da das bestehende Haus aus zwei identischen Gebäudeteilen besteht liegt es auf der Hand, dass man einen Gebäudeteil abreißt und den anderen saniert.
    Durch den Teilabriss des Pfarrhauses bietet sich die Möglichkeit das städtebauliche Ensemble aufzuwerten und eine differenzierte Kleinräumlichkeit aufzubauen, die Aufenthaltsqualitäten hat. Die Gestaltung des Außenraumes orientiert sich an der Funktionalität nutzungsrelevant.
    Der sanierte Gebäudeteil erhält eine neue Eingangsfassade und wird im stark geschädigten Dachbereich rückgebaut, um so eine Gebäudeform und Höhe zu erhalten, die die Kirche als wichtigstes Bauwerk hervorhebt.
    Prägendes Element ist der großzügige Vorplatz am Haupteingang des Pfarramtes. Der Platz entsteht durch den Abriss des westlichen Gebäudeteils und bietet eine weithin sichtbare Akzentuierung des Gebäudes, sodass von der Kirche kommend eine direkte Sicht- und Funktionsverbindung entsteht.
    Neben der Nutzung des Platzes zum verweilen und der Ausrichtung auf die Kirche werden die Interessierten hier informiert und neugierig gemacht.

    Das Gebäude ist als zweigeschossiger Baukörper konzipiert, der in einem ausgebauten Dachraum mit Gauben eine zusätzliche Wohnung erhalten kann und bietet durch die geschossweise Trennung von Wohnen und Pfarramt ein klassisches Pfarrhauskonzept, mit einem sinnvollen Zusammenspiel zwischen Amt und Pfarrwohnung.
    Das Pfarramt erhält durch diese Anordnung, eine deutlich akzentuierte Eingangssituation die der Nutzung gerecht wird und Besucher willkommen heißt. Die Pfarrwohnung bekommt einen eigenen Eingang der sich aus dem Bestand ergibt.

    Im Eingangsbereich werden die Fassaden durch farbliche und materielle Wechsel unterbrochen. Besonders die Eingangssituation gewinnt dadurch an Qualität. Über den baumbestandenen Vorplatz und das „Sitzmöbel“ hinweg wird so der gegenüberliegende „Park“ mit Kirche in das Pfarramt hineintransportiert.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 25.07.2011, 10:56
Zuletzt aktualisiert 25.07.2014, 11:44
Beitrags-ID 4-46487
Seitenaufrufe 263