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  • 2. Preis

    Blick nach Westen

    Architekten
    kleyer.koblitz.letzel.freivogel, Berlin (DE), München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: HAHN HERTLING VON HANTELMANN, Berlin (DE), Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Ziel
    Ziel des Entwurfs ist es, den in zwei Teile zerfallenden Universitätscampus zusammenzuführen und räumlich zu konzentrieren. Dabei soll der Campus geordnet werden und eine gemeinsame Mitte, sowie eine repräsentative Adresse erhalten. Der Charakter als »Campus im Grünen« soll gestärkt werden.

    Vorgehen
    Der Entwurf nimmt die Bestandsbauten der 60er Jahre typologisch als Bausteine auf, entwickelt mit diesen jedoch anstelle der ungegliederten Clusterstruktur der 60er/70er Jahre eine städtebaulich lesbare Großform. Als wesentliches Leitbild soll aus dem Universitätsstandort ein Campus im eigentlichen Sinne entstehen und entsprechend der Bedeutung des Begriffs »Campus« ein zentrales Feld aufgespannt werden. War der Campus bisher der eher undefinierte, mit Parkplätzen durchsetzte Raum um die Gebäude herum, so wird er nun selbst zur räumlichen und ideellen Mitte. Um dieses innere »Common« gruppieren sich sowohl die Neu- als auch die Altbauten des Philosophikums. Wesentlicher Bestandteil des Campus ist neben dem Common eine großzügige, als »Loop« bezeichnete Ringpromenade die dem Fahrrad- und Fußverkehr vorbehalten ist.
    Insgesamt entsteht ein Campus, der nach innen durch klare Kanten ein kompaktes Ensemble bildet und sich nach außen mit der ihn umgebenden Landschaft verzahnt. Die Gebäude öffnen sich in den Erdgeschossen zum Common. Hier entfalten sich vielfältige Orte der Kommunikation.

    Adresse und Erschließung
    Zentrales Entrée wird der neue, von der Bibliothek und zwei weiteren Gebäuden gebildete Stadtplatz am Kopf der Ringstraße. Hier finden sich die »prosaischen« Nutzungen wie Campus-Service, Studentenwohnen und Geschäfte. Die Bibliothek vermittelt zwischen städtischer Öffentlichkeit und Universitätsöffentlichkeit. Der Besucher wird so über die Raumfolge Stadtplatz – Bibliotheksplatz – Common in das Herz des Campus geleitet, Ortskundige gelangen dezentral durch die lockere Bebauung ins Innere.
    Als Pendant zum inneren Loop wird der Fahrverkehr auf einem äußeren Ring um den Campus geleitet. Damit verlagern sich die Parkplätze an den Rand und auch eine gezielte Anfahrt der einzelnen Gebäude wird von der Außenseite möglich. Die das Gelände bisher zerschneidende Hauptverkehrsstraße entfällt.

    Freiflächen
    Der gestalterische Rahmen schafft eine einfache und flexibel bespielbare Grundstruktur. Die leicht abgesenkte Rasen- und Wiesenfläche des Common bietet an den Stirnseiten großzügige Sitzstufen. Die in Gruppen stehenden Bestandsbäume bilden ein Wechselspiel aus Schatten- und Sonnenplätzen. In der langfristigen Umstrukturierung des Areals liegt die Chance, den wertvollen Baumbestand noch auszudehnen. Aufgrund der Konzentration des Philosophikums um das zentrale Common werden im Außenbereich wertvolle Flächen frei, um die südlich gelegene Klingelbachaue und ihre Wiesen zu erweitern, und um den bestehenden Wald in Richtung Innenstadt fortzusetzen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.