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  • DE-97688 Bad Kissingen
  • 11/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-80062)

Neue Altstadt Bad Kissingen


  • 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Franz Reschke Landschaftsarchitektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Franz Reschke

    Mitarbeit
    Evelyn Schöneich, Frederik Springer, Robert Kahlow

    In Zusammenarbeit mit:
    Lichtplaner: Anselm von Held | Tageslichtstudien | Kunstlichtplanung | Lichtsimulationen, Berlin (DE)

    Preisgeld
    6.000 EUR

    Erläuterungstext
    (...)
    Die Altstadt Bad Kissingens zeichnet sich aus durch eine Vielzahl eigentümerbetriebener Geschäfte und Gastronomien. Warenauslagen, Werbeanlagen, Pflanzkübel und Gastronomiebestuhlungen führen im Stadtbild jedoch zu einer kleinteiligen und defizitären räumlichen Gliederung und erschweren eine einheitliche Wahrnehmung. Die Freiräume der Altstadt wirken heterogen und ungeordnet und werden ihrer stadträumlichen Bedeutung nicht gerecht. Orte mit Aufenthaltsqualität sind kaum vorhanden. Die Beläge der Straßen und Gassen sind alt und verbraucht und bieten keine Plattform für den historischen Mittelpunkt der Stadt.
    Ziel ist es, den öffentlichen Raum der Altstadt Bad Kissingen zu reaktivieren. Straßen, Gassen und Plätze sollen in ihrer räumlichen Vielfalt erlebbar gemacht werden. Durch ihre Gliederung wird der unstrukturierte Raum beruhigt und die historischen Qualitäten hervorgehoben.
    Die differenzierte Neuordnung der Bad Kissinger Altstadt erfolgt über verschiedene Beläge und unterliegt den funktionalen und ästhetischen Ansprüchen an den Ort. Der altstädtische Raum wird hierarchisiert und in drei Bereiche unterteilt: Marktplatz, Marktstraßen und Gassen. Entsprechend der Bedeutung der verschiedenen Bereiche variiert der Belag von Platten zu Kleinsteinpflaster. Ein Gliederungsband durchzieht das gesamte Gebiet und unterteilt Straßen, Gassen und Platz in Bewegungsraum und Auslagen- und Bestuhlungsraum für Einzelhandel und Gastronomie. Gleichzeitig leitet es als durchgängig visuelles Element durch den Altstadtbereich. In den Belag eingelassene ‚Inseln‘ kennzeichnen sowohl öffentliche Aufenthaltsbereiche als auch weitere Zonen für die Außenbestuhlung der Gastronomiebetriebe. Der bislang zweiteilig wahrgenommene Marktplatz soll als historischer Mittelpunkt zukünftig als zusammenhängendes und prägendes Element im Stadtgefüge erscheinen. Ein durchgängiger Belag, die passagenartige Öffnung des alten Rathauses an der Nordseite und die Reaktivierung zwei ehemaliger Brunnenstandorte verbinden beide Teile des Marktplatzes. Durch die am Rand liegenden Gastronomie- und Einzelhandelsbereiche bleibt die Mitte des Platzes als Bewegungs- und öffentlicher Aufenthaltsraum frei und bietet somit ein größtmögliches Maß an Flexibilität für temporäre Bespielungen, wie Märkte oder andere Veranstaltungen. Der Marktplatz wird so zur städtischen Bühne. Die Obere und Untere Marktstraße fungieren als Zugänge zur Altstadt und zur Fußgängerzone. Hier liegen die im Belag kenntlich gemachten Aufenthalts- und Gastronomieinseln. Ihre mittige Lage berücksichtigt die notwendigen Fahrspuren für Anlieferungs- und Rettungsverkehr. Brunnen- und Kirchgasse, ebenso wie weitere zukünftig zu integrierende Gassen, bleiben als enge Räume unmöbliert. Warenauslagen werden wie auch auf dem Marktplatz und den Straßen in der Ausstellungszone positioniert.
    (...)
    Verfasser:
    Franz Reschke Landschaftsarchitekt
    Evelyn Schöneich, Dipl.-Ing. Landschaftsarchitektur

    Fachplaner:
    Anselm von Held, Lichtplanung
    Robert Kahlow, Dipl.-Ing. Architektur

    Mitarbeit:
    Frederik Springer, Student der Landschaftsarchitektur

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.