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  • DE-72764 Reutlingen
  • 12/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-96139)

Mehrfachbeauftragung City Nord


  • 1. Rang


    Landschaftsarchitekten
    Kienleplan GmbH, Leinfelden-Echterdingen (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Urs Müller-Meßner

    Mitarbeit
    Christiane Meßner, Tauber Bartholomäus, Prosy, Oliver

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: vielmo architekten, Stuttgart (DE), Berlin (DE)
    Verkehrsplaner: G R I Gesellschaft für Gesamtverkehrsplanung, Regionalisierung und Infrastrukturplanung, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Freiraumkonzept

    Die Weiterentwicklung des Gleisparks:

    Die Wohnstadt „Gleispark“ am Friedhof wird städtebaulich neu konzipiert/angebunden:
    - Ablösung von der Reutlinger Altstadt, statt dessen
    - Anbindung an die Tübinger Vorstadt im Westen.
    Damit kann der Gleispark zu einer übergeordneten, linear durchgängigen und prägnanten Grünstruktur weiter entwickelt werden, die auch die Stadträume im Südwesten und Nordosten mit einbindet.
    Die Struktur des Gleisparks selbst wird deutlicher herausgearbeitet mit geometrischen Mustern die aus den Gleisfeldern entwickelt werden. Dabei werden 3 thematische Schwerpunkte formuliert:
    - der „RUHERAUM“ an der Echaz - ein offener (‘Menschen‘)Raum mit Sonnenwiese = Spiel- und Liegewiese.
    - der „LEBENSRAUM“ in der Parkmitte mit den zum „Gleispark-Center“ umgenutzten Zollamtsgebäuden mit Gleispark-Info, Museum und Gastronomie. Schwerpunktthema hier – Infos, Beispiele zur Nachhaltigkeit – Regenwassermanagement und optimierter Energiehaushalt – in der modernen Stadtentwicklung und ökologische Vielfalt in den städtischen Freiräumen und Konversionsflächen.
    - der „KUNSTRAUM“ im Norden an der 8m hohen Südwand zur Stuttgarter Straße. Eine neue Bastion (mit Bushalt) bietet hier einen Überblick über den Skulpturenpark in der Gleisschraffur des ehemaligen Güterbahnhofes. Mobile Atelier-Waggons auf den Schienen bieten Raum für Arbeiten am Ort oder für Events, Workshops, Vernissagen etc. Ein weiterer Veranstaltungs-/Ausstellungsort könnte der nicht mehr genutzte Tunnelbereich werden – Motto „Kunst in der Röhre“.

    Die städtischen Freiräume:

    - Weiterentwicklung des Bürgerparks

    Die freiwerdenden Flächen des heutigen Busbahnhofs werden dem Bürgerpark an der Stadthalle zugeschlagen. Dabei wird das Baumdach des Bürgerparks über die Echaz hinweg zum historischen Rand der Reutlinger Altstadt weitergeführt.
    Die Echaz liegt damit nicht mehr am Rand des Parks, sondern wird Teil des Bürgerparks. Die Zugänglichkeit zum Wasser wird durch eine lange Treppenanlage – die Echazterrassen – verbessert, bzw. hergestellt; der Charakter des Flusses wird deutlich städtischer formuliert.
    Das freie Feld zwischen Bürgerpark und Stadtrand wäre dabei der perfekte Ort für die alternative Trassenführung der Stadtbahn.

    - Stadtraum Karlstraße

    die Ausbildung der Karlstraßen-Allee beginnt im Norden des Bürgerparks – die Baumstellung wird aus dem Bürgerpark entwickelt und zunächst bis zur Kreuzung Wilhelmstraße weitergeführt.
    Dann erfolgt eine Zäsur – die städträumliche Vernetzung der Altstadt-Adern Wilhelmstraße, Metzgerstraße, Gartenstraße mit dem großen Platzareal am Bahnhof hat Vorfahrt.
    Ab der nördlichen Platzkante des Listplatzes wird das Thema Karls-Allee wieder aufgenommen und bis zur Stuttgarter Straße weitergeführt. Zwei Baumspangen verbinden dann von der Karlstraße zu Planie und Stadtgarten.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.