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  • Teilnahme

    Luftperspektive der Justus-Liebig-Universität Gießen im Bereich Philosophikum I + II

    Architekten
    JSWD Architekten, Köln (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: LAND Germany GmbH, Düsseldorf (DE), Mailand (IT)
    Verkehrsplaner: BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH, Aachen (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebauliches Konzept

    Das Wettbewerbsgebiet definiert sich bereits heute stark über die Qualitäten und die Anmutung des Freiraums. Der Standort ist insgesamt von einem gewachsenen, teilweise hochwertigen Baumbestand geprägt. Der Begriff „Waldcampus“ beschreibt die bestehende Situation und die Atmosphäre treffend. Insbesondere der Standort des Philosophikums II lebt von seiner grünen, eingewachsenen Anmutung und damit auch vom Baumbestand. Kernidee ist es daher die vorhandenen Ressourcen aufzunehmen, in ihrem Wesen zu stärken und weiter zu entwickeln.
    Städtebauliches Leitbild des Konzeptes ist die Metapher einer „Waldlichtung“. Eine lang gezogene Lichtung , welche sich in den hochstämmigen Baumbestand einschmiegt und sich über die gesamte Nord-Süd Ausrichtung des Planungsgebietes erstreckt. Dieser landschaftliche Freiraum verbindet nicht nur die beiden durch die Rathenaustraße getrennten Teilareale miteinander, sondern verleiht auch als übergeordnetes Leitmotiv dem zukunftsweisenden Campus seine unverwechselbare Identität.
    Entlang der langgestreckten Lichtung liegen in einer Kette solitärer Baukörper sämtliche Lehr- und Forschungsgebäude des Philosophikums. Ohne einer strengen Geometrie zu folgen bilden Sie im Wechsel mit dem hochstämmigen Waldrand den räumlichen Abschluss der „Waldlichtung“. Entsprechend ihrer funktionalen Beziehungen sind die Einzelbausteine der Universität in räumlicher Nähe zueinander angeordnet. Über die Lichtung hinweg entstehen attraktive Sichtbeziehungen, die eine gute Orientierung an jeder Stelle des Waldcampus ermöglichen. Insbesondere an der Schnittstelle mit der Rathenaustraße wird die weitläufige Öffnung der Lichtung zum Auftakt und zur Adresse des „Waldcampus“.
    Überlagert wird das städtebauliche Konzept von einem Geflecht aus Wegeverbindungen, welches den Waldcampus engmaschig mit seiner Umgebung verzahnt. Vorhandene Wegeverbindungen werden aufgenommen und in bzw. durch den Campus bis in die Klingelbachaue geführt. Schulzentrum, Osthalle oder auch die Fakultät für Recht + Wirtschaft werden selbstverständlich angeschlossen. Der „Waldcampus“ wird zu einem offenen und attraktiven Teil des gesamten Stadtbereichs.
    Ein befestigter Rundweg entlang des Lichtungsrandes verbindet sämtliche Gebäude miteinander. Selbstverständlich werden die Hochschuleinrichtungen von hier barrierefrei erschlossen. Vor hochfrequentierten Einrichtungen wie Mensa, Bibliothek oder Audimax sowie vor Fakultätsgruppen weitet sich der Rundweg zu platzartigen Eingangs- und Verweilzonen auf. Kontrolle, Orientierung und Sicherheit sind konzeptimmanent gegeben. Die übersichtliche und gradlinige Erschließungsstruktur und die weitreichenden Sichtbeziehungen unterstützen diesen Anspruch.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.