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  • DE-48683 Ahaus
  • 03/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-84920)

Errichtung eines Kulturzentrums


  • Anerkennung


    Architekten
    B19 Architekten BDA, Weimar (DE), Barchfeld (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Marc Rößling , Matthias Döhrer

    In Zusammenarbeit mit:
    Modellbauer: modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE)
    Landschaftsarchitekten: Ansgar Heinze Landschaftsarchitekt, Erfurt (DE)
    TGA-Fachplaner: Ingenieurbüro für Wärme- und Haustechnik IBP GmbH, Erfurt (DE)

    Erläuterungstext
    Um den Neubau der Stadthalle gestaltet sich der Außen-RAUM als offener, weiter Freiraum, die angrenzenden Gebäude einschließend. Der Stadtraum wird als solcher wahrnehmbar und bezieht sich auf die Stadthalle, den Platz und das Kirchenareal. Es ist ein offenes Angebot und führt die unterschiedlichen Nutzungen und Nutzer zusammen. Alle sind willkommen, ohne Einschränkungen, die „Türen“ stehen allen offen. Die Räume des Kulturzentrums und der Freiraum korrespondieren miteinander und gehen ineinander über. Städtebaulich wird die vorhandene Stadtstruktur aufgenommen und fortgeschrieben. Der Platz vor der Stadthalle markiert den Schwerpunkt. Der zwischen den Gebäuden zu entwickelnde Freiraum verlängert sich in südlicher Richtung über den Kirmesplatz in die Stadt hinaus. Durch den Neubau der Stadthalle mit seiner Integration von Bibliothek und Cafe an dem Standort der alten Stadthalle erfährt die Stadt Ahaus eine Stärkung von öffentlichen und städtischen Räumen wodurch diese aktiviert und neu bespielt werden.

    Die Funktionelle Struktur wird neu organisiert, so wird die Verbindung zum Festplatz klar gestärkt und der Bezug zum Stadtkern definiert.

    Neben der Nutzung des Platzes als Vorplatz und als Terrasse des Kulturzentrums mit seiner Ausrichtung zur Kulturmeile, werden die Ahauser hier informiert und neugierig gemacht.
    Die Kulturmeile verknüpft den Festplatz mit dem neuen Ensemble, der Volkshochschule mit deren öffentlichen Einrichtungen und ist die zentrale Wegeachse des Kulturquartiers. Mit seiner Funktionsschicht führt die Kulturmeile die Besucher in das Areal ein und lädt mit seinen Begrünungen und Laubbäumen zur Verweilen und Genießen ein.

    In der schlichten formalen Sprache der Baukörper wird eine klare, zeitgemäße Interpretation der Kubatur des Kulturzentrums geschaffen. Es wird ein eigenständiger Baustein hinzugefügt, der sich durch die Aufnahme wichtiger Bezüge in das historische Ensemble einfügt. Das Sockelgeschoss mit seiner strukturierten Klinkerfassade fasst die verschiedenen hohen und genutzten Baukörper des Kulturzentrums lesbar als ein Gebäude zusammen und vermittelt zu der Kleinteiligkeit der Umgebungsbebauung. Die glatten Kuben der Obergeschosse aus weißem Klinker sind die Fortsetzung und zugleich der Kontrast zu dem ornamentalen Sockelgeschoss. Die leicht lesbare Form harmoniert mit den wohlproportionierten Gebäudeteilen im Wechselspiel. Die markante aber schlichte Bauform entwickelt sich aus der inneren Funktion und dem Wunsch, den wichtigsten Aussenräumen jeweils unterschiedliche aber immer interessante Perspektiven zu bieten und als Kulturzentrum erkennbar zu sein.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.