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  • DE-72074 tübingen-lustnau
  • 04/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-105763)

überbauung areal "lustnauer mühle" tübingen


  • Teilnahme

    Lageplan

    Architekten
    Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Anthony Carimando, Jan Gienau

    Erläuterungstext
    Ziel der städtebaulichen Konzeption ist es, durch die stadträumliche Neuordnung bestehende Gebäudestrukturen und Neubebauung zu einem erlebbaren Quartier „Lustnauer Mühle“ zusammenzufügen.
    Die vorhandenen kleinteiligen Strukturen und die, das Areal prägenden Gebäude werden in das neue Bebauungskonzept eingebunden.
    Zu den, nach Süden und Westen angrenzenden Straßenräumen werden klare Raumkanten definiert, wird das Quartier nach außen ablesbar.
    Im Quartiersinnenbereich entsteht ein attraktiver, lärmgeschützter kleiner Platz, um den sich die neuen Gebäude gruppieren. Die bestehende Scheune wird in dieses Ensemble integriert und trägt zur Identität des Ortes, des neuen Platzes bei.
    Von der Aeulestraße erschlossen entsteht eine introvertierte Wohnsituation, an der studentisches Wohnen, Mietwohnungsbau, Eigentumswohnungen und die Bestandsgebäude zu einem neuen Wohnquartier zusammen wachsen.
    Zwischen der ehemaligen Gölzschen Mühle und der bestehenden Scheune entsteht durch die ergänzende Neubauten im Süden und die Erweiterung der Mühle eine, für diesen Bereich von Lustnau typische grüne Gartenhofsituation.
    Zum kleinen Quartiersplatz orientieren sich neben der Scheune mit angedachter kultureller Nutzung im Erdgeschoss weitere denkbare öffentliche Nutzungen wie eine Bäckerei und der Eingang, sowie der Seminarbereich des studentischen Wohnens. Es entsteht eine „Mitte“ für die geplante Neubebauung.
    Das studentische Wohnen akzentuiert die Südwestecke des Quartiers und ist als Atrium organisiert.
    Die vorhandene Topographie wird in die Gebäudestruktur aufgenommen und überwindet selbstverständlich die vorhandene Höhendifferenz von der Stuttgarter Straße zum Quartiersplatz „Lutnauer Mühle“.
    Vorhandene Gebäudehöhen und die Körnung der vorhandenen Bebauung werden in die neue Konzeption aufgenommen und weiterentwickelt. Durchwegungen werden angeboten und binden das neue Lustnauer Mühlenquartier in die Umgebungsstruktur ein.
    Durch die geplante Tiefgarage kann der öffentliche Raum, der Platzbereich von ruhendem Verkehr freigehalten werden und es können Freiräume von hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Der Platz kann durch die zugeordneten Nutzungen belebt, bespielt werden.
    Die Tiefgarage ist auch bauabschnittsweise realisierbar bzw. erweiterbar.
    Die gewählte Architektursprache schafft einen eigenständigen Charakter des Areals und inszeniert, integriert die historischen Gebäude in ein Gesamtkonzept.
    Trotz hoher Verdichtung entsteht durch den neuen Platzbereich, die typischen Gartenhöfe und die darin integrierten Aufenthalts- und Spielflächen ein Ort von hohem Wohnwert.
    Die städtebauliche Situation wird durch die Gebäudestellungen, Arrondierungen des Bestandes geklärt und schafft einen starken Auftakt im südwestlichen Eingangsbereich von Lustnau.
    Das Entwurfskonzept lässt sich in unabhängig voneinander realisierbaren Bauabschnitten umsetzen und ermöglicht dem Investor hohe Flexibilität in den Realisierungsphasen.
    Im Rahmen der Umsetzung des Projektes wird eine zentrale, gemeinsame Energieversorgung angeregt. Die Lage der Gebäude bietet eine optimale Solarthermienutzung in Süd- bzw. Südwestausrichtung, welche in Ergänzung eines BHKW’s optimale Rahmenbedingungen einer zentralen Energieversorgung darstellt.
    Das anfallende Niederschlagswasser wird durch die vorgeschlagenen extensiv begrünten Dachflächen verzögert abgeleitet, in Rigolen und Versickerungsmulden versickert, Zisternen zugeführt und dem Vorfluter Ammer als Notüberlauf zugeleitet. Dieses System lässt sich, wie die Bebauung entsprechend der geplanten Abschnitte schrittweise, gebäudeorientiert umsetzten. Die Gestaltung der Freiflächen ergänzt die vorhandenen räumlichen Kanten, akzentuiert die Platzbereiche, die Eingangssituationen, schafft private Gartenzonen und vernetzt mit den vorhandenen grünen Innenhofsituationen.
    Mit der städtebaulichen Entwurfskonzeption für das neue Quartier „Lustnauer Mühle“ wird der Ortsrand, die südwestliche Stadteingangssituation klar definiert und es entsteht ein Areal, in dem Bestand und Neuplanung ein Quartier von hoher Identität und Wohnqualität entstehen lassen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.