loading
  • 1. Preis

    lageplan

    Architekten
    thoma architekten, Berlin (DE), Leipzig (DE), Zeulenroda (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Seidel Architekten und Generalplaner GmbH, Ulm (DE)
    Architekten: KLP Kummer . Lubk . Partner Architekten Ingenieure Generalplaner, Erfurt (DE)

    Erläuterungstext
    Entwurfsidee

    Die Umgebung des Areals „Bäckerfeld\" in Linz-Urfahr ist durch eine sehr heterogene Bebauung im Umfeld geprägt. Der Entwurf für eine
    Wohnüberbauung steht als vermittelndes Element zwischen Wohnzeilen
    auf der einen und Einfamilienhäusern auf der anderen Seite.
    Wie Perlen auf eine Schnur aufgezogen, reihen sich einzelne Häuser
    aneinander. Gleichsam windet sich diese Kette über das Grundstück,
    bricht an einigen Stellen auf und bildet dadurch Durchgänge und
    Raumkanten.
    Der bestehende Platz an der Zerzer Straße wird an der Westseite
    geschossen. Das Gebäudeensemble bildet zudem zwei Hofbereiche aus, die auch der Aufteilung der Gebäude auf zwei Bauträger entsprechen.

    Erschließung

    Ein Ziel des Entwurfes ist es, den Verkehr so weit wie möglich aus dem
    neuen Wohngebiet herauszuhalten.
    Die Erschließung des Areals erfolgt von der Zerzer Straße aus.
    Direkt an der Südostecke des Grundstücks befindet sich die Zufahrt zur
    Tiefgarage. In Verlängerung der Colerusstraße entsteht eine neue
    Straße, die in einem Wendekreis an den Parzellen 363/1 und 363/3
    endet und somit deren Anbindung garantiert.
    In Verlängerung der Billingerstraße führt ein befahrbarer Weg zu den
    Häusern 8 13.
    Der ruhende Verkehr befindet sich größtenteils unterirdisch. Jedes
    Haus ist direkt von der Tiefgarage aus zugänglich.
    Das Grundstück wird von einem Wegenetz durchzogen. Entlang der
    Westgrenze befindet sich ein öffentlicher Weg für Fußgänger und
    Radfahrer. Ab dem Wendekreis führt ein Weg direkt zur Pulvermühlstraße.

    Gebäudeorganisation

    Der Entwurf schlägt die Errichtung aller 100 Wohneinheiten im
    Geschosswohnungsbau vor. Die insgesamt 17 Häuser sind zu
    unterschiedlich langen Ketten gereiht. Die eingerückten Stiegenhäuser
    unterteilen die Häuser in immer wiederkehrende Einzelsegmente.
    Durch die 3 unterschiedlichen Wohnungsgrößen entstehen unterschiedlich breite Segmente, in denen die übereinander gestapelt sind. Innerhalb der Reihung entsteht zu dem ein Höhenspiel, welches den „Reihenhauscharakter\" noch verstärkt.

    Durch die Höhenstaffelung nimmt der Entwurf auch Rücksicht auf die
    Verschiedenartigkeit der umgebenden Gebäude. Die Gebäudehöhe
    entlang der Zerzer Straße variiert zwischen 3 und 4 Geschossen,
    gegenüber der kleinteiligeren Nachbarbebauung an Feldweg und
    Freistädter Straße zwischen 2 und 3 Geschossen. Die Stiegenhäuser
    verbinden jeweils 2 Haussegmente, so das ganz verschiedene
    Hausgemeinschaften entstehen können. Die Unterschiedlichkeit der
    Haussegmente zeigt sich auch in der Fassadengestaltung.

    Innerhalb der 3 Wohnungstypen gibt es nur jeweils einen
    Regelgrundriss. Die Wohnungen sind in 3 Zonen organisiert:
    Wohnbereich, Nebenraumzone und Schlafbereich. Da nur die
    Nebenraumzone mit den notwendigen Installationen fest definiert ist,
    bleibt viel Spielraum zur Anpassung an individuelle Wünsche der Mieter
    bzw. Eigentümer.

    Das einfache Prinzip erlaubt die ökonomische Errichtung und
    Unterhaltung der Gebäude. Alle Wohnbereiche sind nach Südwest bzw. West ausgerichtet. Jede Wohnung verfügt zudem über eine Loggia.

    Der vorgegebene Wohnungsschlüssel wird zu 100 % erfüllt. Durch die
    Variabilität in Gebäudehöhe und Zusammenstellung der Haussegmente
    sind auch Änderungen der Wohnungsanzahl der Bauträger unkompliziert machbar. Eine Realteilung ist möglich, die Tiefgarage sollte aus wirtschaftlichen Gründen gemeinsam betrieben werden.

    Freiraumkonzept

    Der Entwurf bietet den zukünftigen Mietern ein breites Spektrum an
    gemeinschaftlichen und Individuellen Außenräumen an. Durch die
    Loggien besitzt jede Wohnung ein direkt zugeordnetes „Außenzimmer\".

    Den Wohnungen im Erdgeschoss sind individuell gestaltbare Gärten
    zugeordnet. Diese sind durch eine einheitliche Umzäunung deutlich vom
    restlichen Grünraum abgetrennt und werden so zu intimen
    Rückzugsbereichen.
    Für einige der Dachgeschosswohnungen besteht zudem die Möglichkeit
    der Zuordnung einer Dachterrasse. Die Höfe sind kinderfreundlich
    gestaltet und bieten viel Platz zum Treffen und herumtoben.

    Durch die Tiefgarage bleibt das Wohngebiet weitestgehend frei von
    ruhendem Verkehr. Zum öffentlichen Gut wird ausreichend Platz
    gehalten und mit pflegeleichten Bodendeckergehölzen bepflanzt.

    Energiekonzept

    Grundsätzliches Ziel des Energiekonzeptes ist es, den Energie- und
    Ressourcenverbrauch durch eine kompakte Gebäudeform („thermische
    Kompaktheit\") und einer Gebäudehülle mit hohem Wärmeschutzstandard so gering wie möglich zu halten.
    Die hochgedämmte, dichte Außenhülle und der Einsatz von qualitativ
    hochwertigen Werkstoffen entsprechen dem Anspruch einer
    ökologischen und ökonomischen Gesamtlösung. Eine Aktivierung des
    Betonkerns in Decken und Wänden ergänzt mit geringem technischen
    Aufwand das Heizsystem, schafft ein angenehmes Raumklima und
    ermöglicht eine Reduktion der Wärmelasten. Die flache Wintersonne
    fällt durch die Fensterflächen im Osten und Süden tief in das Gebäude
    ein und trägt zur Beheizung bei. Eine hochwertige Verglasung minimiert
    die Energieverluste. Optional ist eine ressourcenschonende
    Grauwassernutzung geplant, welche das Dachflächenablaufwasser für die Toilettenspülung und die Bewässerung der Gartenflächen nutzt.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.